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bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter

Dr. Daniel Stelter

bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Geldpolitik in Geiselhaft

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Episoden

Geldpolitik in Geiselhaft 04 Nov 2026

Auf die Frage, wohin sich die Realzinsen entwickeln (#437), folgt eine politische Frage: Was geschieht, wenn hoch verschuldete Staaten die Finanzierungskosten nicht mehr ohne Konflikte tragen können? Günstigeres Geld kann Zeit verschaffen. Es kann aber auch den Anreiz verstärken, notwendige Reformen aufzuschieben und die Kosten auf Gläubiger und Sparer zu verlagern. Eine aktuelle Einordnung unterscheidet fiskalische Dominanz von finanzieller Repression und erklärt, warum nominale Rückzahlung nicht automatisch den Erhalt der Kaufkraft bedeutet. Die historische Forschung der ehemaligen Weltbank-Chefökonomin Carmen Reinhart und der IWF-Ökonomin María Belén Sbrancia liefert dazu den Hintergrund. In der Studie stellen sie zwar fest, dass Inflation Schulden entwertet, entscheidend sei aber die Kombination aus Inflation, politisch oder regulatorisch gedrückten Zinsen und einer Anlegerbasis, die Staatsanleihen halten muss oder kaum Alternativen besitzt. Erst diese Kombination macht aus Inflation ein dauerhaft wirksames Instrument zum Schuldenabbau. Der Gründer des unabhängigen Analysehauses Forest For The Trees, Luke Gromen, diskutierte in Folge #252 „Auf Messers Schneide” mit Daniel Stelter die amerikanischen Staatsschulden, die Rolle ausländischer Anleger, die möglichen Folgen für die Geldpolitik und die Hoffnung auf höhere Produktivität. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie The Liquidation of Government Debt (Januar 2015) von Carmen M. Reinhart und M. Belen Sbrancia, IWF Working Paper, mit historischer Analyse finanzieller Repression: https://t1p.de/iscx0 Luke Gromen und Forest For The Trees (FFTT LLC): Profil und Arbeitsweise des unabhängigen Finanz- und Makroforschungsunternehmens: https://t1p.de/36snn beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Schulden werden teurer 01 Nov 2026

Frankreich führt vor, wie hohe Schulden, anhaltende Defizite und politische Blockaden zusammenwirken. Steigende Zinsen verschärfen das Problem. Das gilt aber keineswegs nur bei unseren französischen Nachbarn. Warum ist langfristiges Geld teurer geworden? Wie lange lässt sich die wachsende Zinsrechnung durch alte Niedrigzinsverträge abfedern? Und können sinkende Realzinsen die Staaten entlasten? So unwahrscheinlich, wie das klingt, ist es nicht. Auch frühere Phasen der Zinssteigerung nach längeren Phasen real sinkender Zinsen dauerten nach Analysen der Wirtschaftshistorikers Paul Schmelzing nur rund zehn Jahre. Wiederholt sich dieses Muster, haben wir den Zinshöhepunkt bereits hinter uns. Das ist eine gute Nachricht für die Staaten, aber eine schlechte für Gläubiger und Sparer. Im Gespräch mit dem Wirtschaftshistoriker und Finanzwissenschaftler Dr. Paul Schmelzing, Professor für Finanzen am Boston College, diskutiert Daniel Stelter die konkurrierenden Erklärungen und die Frage, was die Geschichte der Zinsen uns lehrt. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Paper Eight centuries of global real interest rates, R-G, and the ‘suprasecular’ decline, 1311–2018 (Januar 2020) von Paul Schmelzing, Bank of England: https://t1p.de/firub Beitrag Long-Run Trends in Long-Maturity Real Rates 1311–2022 (August 2024) von Kenneth S. Rogoff, Barbara Rossi und Paul Schmelzing in American Economic Review: https://t1p.de/5abp8 Paper The Liquidation of Government Debt (2015) von Carmen M. Reinhart und M. Belen Sbrancia, Internationaler Währungsfonds: https://t1p.de/iscx0 IWF-Pressebriefing Rodrigo Valdés: Warnung vor fiskalischen Risiken (14. Oktober 2026), Video und Originalwortlaut: https://t1p.de/5rh02 Beitrag How nervous are bond markets about France? (23. Oktober 2026) von Toby Nangle in FT Alphaville (Bezahlschranke): https://t1p.de/xvd7k beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wer zahlt Frankreichs Rechnung? 28 Oct 2026

In Frankreich treffen die Proteste des Jahres 2026 auf hohe Schulden, wachsende Zinslasten und ein schwieriges politisches Ringen um den Haushalt. Doch die Probleme reichen über die Unruhen hinaus, denn eigentlich stellt sich die Frage, wie ein Staat seine Verpflichtungen erfüllen soll, wenn man sich nicht darauf verständigen kann, wer die Lasten tragen soll. Nicht zum ersten Mal wird die Schuldenfrage in Frankreich zur Machtfrage. Aus der Geschichte ergibt sich keineswegs, dass sie sich heute wiederholt. Dennoch gibt es Lehren, wie unter welchen politischen Bedingungen Schulden und Verteilungskonflikte geordnet bewältigt werden können und was Frankreichs Lage für Deutschland und die Währungsunion bedeutet. Der Historiker Dr. Michael Sonenscher vom King’s College in Cambridge sprach in Folge #291 mit dem Titel „Vor revolutionären Zeiten“ (20. April 2025) über Staatsverschuldung, Ungleichheit und die intellektuellen Ursprünge der Französischen Revolution. Angesichts der Situation in Frankreich ist es Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Originalfolge bto #291 Vor revolutionären Zeiten (20. April 2025): https://t1p.de/wrjx8 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Zerstörung eines Marktes 25 Oct 2026

In Berlin deuten die Zeichen auf eine Regierung, die tatsächlich glaubt, durch die Verstaatlichung vorhandener Wohnungen ließe sich das Problem mangelnden Wohnraums und dadurch steigender Mieten beheben. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie schlecht es um das ökonomische Verständnis im Land steht, dann ist er damit wohl erbracht. Allerdings passen die Pläne des möglichen rot-grün-roten Bündnisses in eine Kette politischer Entscheidungen, die schon in den letzten 15 Jahren dazu beigetragen haben, das Wohnungsproblem zu verschärfen. Studien zeigen, dass bereits eine Mietpreisbremse das Angebot an Wohnungen reduziert und damit die Wohnungsnot steigert. Ja, die Glücklichen, die eine Wohnung besitzen, freuen sich über unterhalb der Inflationsrate liegende Mietsteigerungen, aber für diejenigen, die neu auf den Markt kommen, führt es zu noch mehr Knappheit. Das Angebot sinkt dabei über verschiedene Kanäle: Mieter bleiben in ihren Wohnungen, weil die Bremse ihre Miete deutlich unter den Marktpreis senkt, Eigentümer verzichten auf das Vermieten oder verkaufen die Wohnungen lieber gleich an Selbstnutzer. Der Neubau wird – trotz aller Beteuerungen der Politik, neu gebaute Wohnungen von den Regeln auszunehmen – eingeschränkt, weil Investoren wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie doch darunter fallen werden. Und natürlich bleibt bereits die Drohung mit Enteignung nicht ohne Folgen. Daniel Stelter spricht mit dem Ökonomen Dr. Mathias Dolls vom ifo Institut darüber, wie teuer die Berliner Wohnungspolitik schon heute ist, wie man Mieter entlastet, ohne den Mangel zu verschärfen und was geschehen müsste, damit Wohnungssuchende endlich wieder eine echte Chance haben. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie Die Kosten des Regulierungsrisikos am Berliner Wohnungsmarkt von Mathias Dolls, Clemens Fuest, David Gstrein, Carla Krolage und Florian Neumeier, ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München: https://t1p.de/8d8zf Beitrag Die Auswirkungen von Mietpreisbindungen aus der Perspektive der empirischen Forschung: Ein nahezu vollständiger Überblick über die Literatur (a.d.Eng./Red.) Von Konstantin A. Kholodilin im Journal of Housing Economics: https://t1p.de/hztwc Studie Die Überführung von großen Wohnungsbeständen ins Gemeineigentum – Optionen und Fallstricke von Sebastian Dullien, Patrick Kaczmarczyk, Tom Krebs, Achim Truger, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung bei der Hans-Böckler-Stiftung: https://t1p.de/05m55 Gutachten Ökonomische Effekte der Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände am Beispiel Berlins von Klaus-Jürgen Gern, Stefan Kooths und Jonas Zdrzalek, Kiel Institut für Weltwirtschaft: https://t1p.de/nw9gd beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Erwartungen und Grenzen 21 Oct 2026

Erwartungen haben eine besondere Bedeutung für die Wirtschaftspolitik. Vor allem beim Thema Inflationserwartungen gilt diese Bedeutungsschwere. Doch es gibt auch generelle Zweifel. So veröffentlichte der Notenbank-Ökonom Jeremy B. Rudd von der US-amerikanischen Federal Reserve (FED) bereits im September 2021 einen viel beachteten Kommentar, in dem er die Sinnhaftigkeit der Steuerung nach Erwartungen in Frage stellte. Das war zwar keine offizielle Position der FED, aber eine berechtigte Warnung, denn die Inflationserwartungen waren niedrig, kurz darauf aber stieg die Inflation in den USA und der EU deutlich an. Das Gegenteil von dem, was erwartet worden war. Im Oktober 2021 sprach Daniel Stelter in Folge 105 mit Professor Dr. Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute, über „Die Selbstüberschätzung der Notenbanker“. Ausgangspunkt war die These der säkularen Stagnation (also dem langfristigen Zustand einer Volkswirtschaft, in dem das Wirtschaftswachstum dauerhaft schwach bleibt – selbst dann, wenn die Zinsen sehr niedrig sind und die Notenbanken versuchen, die Konjunktur anzukurbeln): Erklärt ein Ersparnisüberhang das schwache Wachstum, oder übersieht diese Diagnose wichtige Ursachen? Geldpolitik kann stabilisieren und die Notenbank kann der Politik so Zeit verschaffen. Sie ersetzt aber weder tragfähige Staatsfinanzen noch Reformen, die Investitionen und Arbeit attraktiver machen, so das Fazit. Angesichts des Reformstaus in Deutschland ist es Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie The present monetary policy framework is seriously flawed von Michael Biggs und Thomas Mayer, Flossbach von Storch Research Institute: https://t1p.de/eugdd Aufsatz Why Do We Think That Inflation Expectations Matter for Inflation? (And Should We?) von Jeremy B. Rudd, Senior Adviser im Bereich Forschung und Statistik des Federal Reserve Board (FED): https://t1p.de/geeyn beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Falsche Richtung 18 Oct 2026

Menschen entscheiden nicht nur nach ihrer heutigen Lage. Sie berücksichtigen auch, was sie für morgen und die Zukunft erwarten. Die beiden US-Ökonomen Robert Hall und Michael Woodford haben gezeigt, wie wichtig dieser Blick nach vorn bei Konsum und Geldpolitik ist. Für ihre Beiträge zu den mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung haben die beiden Wissenschaftler den Wirtschaftsnobelpreis 2026 erhalten. Auf den ersten Blick haben ihre Forschungen wenig miteinander zu tun. Hall erhielt den Preis für seine Forschungen zur Konsumbereitschaft, Woodford für seine Arbeiten zur Geldpolitik. Gemeinsam ist ihren Arbeiten allerdings die Bedeutung von Erwartungen. Erwarten Menschen beispielsweise dauerhaft höhere Einkommen, erhöhen sie bereits frühzeitig ihren Konsum. Nehmen sie hingegen heutige Mehreinkommen als nicht nachhaltig wahr oder befürchten gar in Folge heutiger Zahlungen künftig ein geringeres Einkommen, sparen sie mehr, statt zu konsumieren. Mit Dr. Rüdiger Bachmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Michigan, diskutiert Daniel Stelter über die Arbeiten der beiden Preisträger, die Aussagekraft ihrer Modelle und die Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik. Wenn die politisch Verantwortlichen die Erwartung immer höherer Belastungen und schwächerer Wachstumsperspektiven erzeugen, werden Investitionen und Konsum nicht durch Optimismus-Appelle zurückkehren. Zugleich droht eine Geldpolitik, die unter den Finanzierungsdruck der Staaten gerät, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Gefordert ist ein belastbarer Kurs zu mehr Wachstum und tragfähigen Staatsfinanzen, nicht lediglich das nächste Ausgabenprogramm, denn das führt wieder nur in die falsche Richtung. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Presseinformation For microeconomic foundations of macroeconomic stabilisation der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften zur Bekanntgabe der Preisträger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 2026: https://t1p.de/znv4q Kommentar A Great Nobel des Ökonomen John H. Cochrane zu den diesjährigen Preisträgern auf der Online-Plattform A Grumpy Economist: https://t1p.de/ibsyh Beitrag A Nobel prize for how to keep economies on even keel in The Economist: https://t1p.de/q20sg beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wegwerfen ist keine Lösung 14 Oct 2026

Leider ist in Deutschland das Wegwerfen für Unternehmen noch immer um ein Vielfaches günstiger als das Spenden – wegen der Umsatzsteuer. Fabrikneue Produkte werden aussortiert, während soziale Einrichtungen genau diese Dinge benötigen. So landen jährlich Waren im Wert von sieben Milliarden Euro im Müll: Schulsachen, Shampoo, Putzmittel und die Liste ließe sich fortsetzen. Doch es geht auch anders. Dr. Juliane Kronen hat mit innatura ein gemeinnütziges Unternehmen aufgebaut, das beide Seiten zusammenbringt: Es übernimmt überschüssige Neuware von Herstellern und Händlern und vermittelt sie bedarfsgerecht an gemeinnützige Organisationen. Zwischen den gegenwärtigen nationalen und internationalen Wirtschafts- und Finanzkrisen kommt ein solches Thema häufig zu kurz. Ein aktueller Anlass und eine damit verbundene Bitte sind der Grund, das Gespräch zwischen Daniel Stelter und seiner ehemaligen BCG-Kollegin aus Folge 169 „Soziales unternehmen“ vom 18. Dezember 2022 in diesem bto REFRESH zu wiederholen. Juliane Kronen gehört zu den Preisträgerinnen der GOLDENEN BILD der FRAU 2026. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro für ihr Projekt verbunden. Bei der Publikumswahl kann innatura zusätzlich 30.000 Euro gewinnen. Stimmen Sie für Dr. Juliane Kronen und innatura und geben Sie den Aufruf gerne weiter. Die Abstimmung läuft bis zum 17. November 2026. Helfen Sie mit Ihrer Stimme, Überfluss nicht auf den Müll wandern zu lassen, sondern Menschen ein Stück Würde zurückzugeben! Alle Informationen zur Abstimmung finden Sie weiter unten. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Hier stimmen Sie für Dr. Juliane Kronen und die innatura gGmbH. Für die Online-Abstimmung benötigen Sie ein Google-Konto: https://t1p.de/ff1mg Sie können aber auch telefonisch unter 01375 / 95 95 04 abstimmen (laut bereitgestellter Information 14 ct je Anruf). Hier finden Sie die offizielle Übersicht der Preisträgerinnen: https://t1p.de/56e5x Hier können Sie darüberhinaus die innatura gGmbH unterstützen: https://t1p.de/glznl beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Die Hütte brennt 11 Oct 2026

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie verliert nach Angaben von Gesamtmetall derzeit rund 10.000 Arbeitsplätze im Monat. Seit dem Beschäftigungshöchststand im Jahr 2019 sind bereits rund 350.000 Stellen weggefallen. Zugleich bleiben Kapazitäten unterausgelastet, Arbeitskosten und Produktivität entwickeln sich auseinander und die Branche investiert weniger in neue Ausrüstung als an Wert abgeschrieben wird. Die Firmen haben bisher versucht, den Personalabbau zu bremsen und sozialverträglich zu gestalten. Nach Schätzungen sind aber beim aktuellen Niveau der Kapazitätsauslastung weitere 300.000 Arbeitsplätze akut gefährdet. Vor diesem Hintergrund findet die Tarifrunde 2026 statt. Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von fünf Prozent für zwölf Monate, ergänzt um Beschäftigungs- und Standortsicherung, eine soziale Komponente und Gewinnbeteiligungen in gut laufenden Firmen. Die Arbeitgeber verlangen das Gegenteil, nämlich Kostensenkungen, um den Dammbruch beim Personalabbau noch zu verhindern. Daniel Stelter spricht mit Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, über die wirtschaftliche Lage der Unternehmen, den geschätzten zusätzlichen Personalüberhang, die Voraussetzungen, unter denen industrielle Arbeit in Deutschland eine Zukunft hat, und über die Frage, warum aus seiner Sicht auch Lohnverzicht und eine Verlängerung der Arbeitszeit verhandelbar sein müssen. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Konjunkturbericht Deutliche Rückschläge im August – konjunkturelle Stabilisierung sehr differenziert und holprig des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall: https://t1p.de/10v9x Information Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gestartet der IG Metall zur Tarifrunde 2026: https://t1p.de/u5za3 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Ohne bezahlbare Energie keine Industrie 07 Oct 2026

Die Energiewende funktioniert nicht. Auf dem bisher eingeschlagenen Weg kann Deutschland weder das Ziel der Klimaneutralität erreichen, noch die Versorgungssicherheit gewährleisten oder günstigen Strom bereitstellen. Die Kosten der Energiewende beschränken sich auch nicht auf die Ausgaben für den Umbau des Energiesystems, sondern gehen weit darüber hinaus. Die hohen Energiepreise sind ein gravierender Wettbewerbsnachteil und führen damit zu einem (beschleunigten) Verlust an Arbeitsplätzen in den ehemaligen Schlüsselindustrien. Aktuelle Studien zeigen außerdem, dass die energieintensive Produktion in Deutschland künftig auch nicht wieder wettbewerbsfähig wird. Doch das ist noch nicht alles. Die Klima-Ziele der Energiewende sind ebenfalls nicht erreichbar. Es ist ein Kurswechsel erforderlich, der – auch angesichts der geopolitischen Lage – die Versorgungssicherheit wieder in den Fokus nimmt. In der bto-Episode #264 mit dem Titel „Von der Wirklichkeit umzingelt“ (Oktober 2024) sprach Daniel Stelter mit dem Energieexperten Professor Dr. Markus J. Löffler von der Westfälischen Hochschule über die technischen Anforderungen an eine sichere Stromversorgung und die Zukunft der Energiewende. Zeit für ein bto REFRESH! Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie Das Ende der europäischen Stahlwirtschaft… oder einfach nur anders? (Juli 2026) von PwC zur Zukunft der europäischen Stahlindustrie: https://t1p.de/3a1t2 Studie Impact of global heterogeneity of renewable energy supply on heavy industrial production and green value chains (April 2024) des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zum Kostennachteil energieintensiver Produktion in Deutschland: https://t1p.de/mmw4w beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Geopolitik sticht Klimaschutz 04 Oct 2026

Die Energiewende soll Deutschland nicht nur klimaneutral machen, sondern auch unabhängiger und sicherer. Doch weniger Brennstoffimporte sind nicht dasselbe wie eine unabhängige Energieversorgung. Die Krise bei Dieselkraftstoff zeigt, worauf es nämlich ebenfalls ankommt: Raffinerien, funktionierende Lieferketten und die Bereitschaft anderer Länder, uns im Krisenfall weiter zu beliefern. Was beim Diesel sichtbar wird, gilt auch für das Stromsystem. Wer Anlagen nicht mehr selbst bauen, mit Ersatzteilen versorgen oder reparieren kann, bleibt auf andere angewiesen. Der frühere MI6-Chef, Sir Richard Dearlove, warnt deshalb vor einer Klimapolitik, die die nationale Sicherheit aus dem Blick verliert. Daniel Stelter ordnet Dearloves vielbeachtete Rede vor dem Jahreskongress der Global Warming Policy Foundation ein und prüft die Lage in Deutschland. So haben wir zum Beispiel noch eine vorhandene Transformatorenfertigung, aber mit sehr langen Lieferzeiten, und verfügen über Reparaturkompetenz. Die Elektrobandproduktion von Thyssenkrupp hingegen ist bedroht. Als Konsequenz aus der geopolitischen Situation muss die Versorgungssicherheit eine Bedingung der Transformation sein. Deutschland muss seine industriellen Fähigkeiten erhalten, kritische Vorprodukte absichern und Vorsorge organisieren, bevor aus wirtschaftlicher Abhängigkeit politische Erpressbarkeit wird. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Rede Energy Security - Blowing in the Wind von Sir Richard Dearlove vor dem Jahreskongress der Global Warming Policy Foundation (16. September 2026)finden Sie hier: https://t1p.de/2jm02 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Mehr Staat ist noch keine Lösung 30 Sep 2026

Nicht erst seit den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verwendet die SPD “New Deal” als Leitbegriff für einen wirtschaftlichen Neustart, der Wachstum und soziale Sicherheit miteinander verbinden soll. Die Wahlergebnisse der SPD sind wohl der Grund, nun vehementer eine Kurskorrektur ihrer Koalitionsregierung mit der Union zu fordern. Eine bessere Konjunktur allein ist aber noch keine Lösung der deutschen Strukturprobleme. Es muss vielmehr um wirtschaftspolitische Antworten auf verschiedene Fragen gehen: Soll der Staat immer mehr Geld verteilen, Preise regulieren und Investitionen lenken? Oder muss er vor allem die Bedingungen verbessern, unter denen Unternehmen und Beschäftigte wirtschaftlich handeln? Die SPD sieht scheinbar eine politische Anknüpfung an den amerikanischen “New Deal” zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren und will wirtschaftlichen Wandel durch einen aktiven Staat ermöglichen. Im Klartext bedeutet das eine stärker staatlich geplante Wirtschaft. Unabhängig davon, dass in den USA damals völlig andere Bedingungen herrschten, u. a. eine Arbeitslosigkeit von 25 Prozent, steht Deutschland vor ganz anderen ökonomischen Herausforderungen. Bereits im Juli 2022 sprach Daniel Stelter mit Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts in München, in Episode #145 über den wachsenden Glauben an politische Steuerung. Fuest bezeichnete diese Haltung als Neodirigismus: Den Marktmechanismen und dem Wettbewerb wird wenig zugetraut, während die Nebenwirkungen staatlicher Eingriffe unterschätzt werden. In den meisten Fällen, in denen der Staat als Wirtschaftslenker aufgetreten ist, blieb die Erfolgsgeschichte aus – schlimmstes Beispiel ist die Bahn. Es geht dabei aber nicht um einen Staat ohne Aufgaben, sondern um einen Staat, der seine Aufgaben erkennt und wirksam erfüllt. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Der falsche Schluss 27 Sep 2026

Die deutsche Wirtschaft wächst stärker als noch vor einigen Monaten erwartet. Um immerhin 1,3 Prozent soll die hiesige Wirtschaftsleistung 2026 zulegen und im kommenden Jahr um 1,1 Prozent. Da mag der eine oder andere denken, das Milliarden-Schuldenprogramm der Bundesregierung würde wirken. So glaubt auch die SPD an die Wunderwirkung staatlicher Konjunkturprogramme. Letzte Woche sickerte durch, dass die Parteiführung keinen Sinn in weiteren Reformen sieht. Stattdessen soll ein „New Deal“, also ein großes staatlich finanziertes Transformationsprogramm, die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs bringen. Dabei sind die Probleme der hiesigen Ökonomie zu einem guten Teil die Folge der bisherigen Transformationsbemühungen der Politik – da braucht man nur an die Energiewende zu denken. Was vom aktuellen Aufschwung zu halten ist, wie es um das Potenzialwachstum steht und welche Reformen angezeigt sind, diskutiert Daniel Stelter mit Prof. Dr. Stefan Kooths, Direktor der Forschungsgruppe Konjunktur und Wachstum am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW). Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Presseinformation Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen des ifo Institut zur Wirtschaftsprognose und Konjunkturlage in Deutschland: https://t1p.de/qk7s5 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Nach dem Versagen der Währungshüter 23 Sep 2026

“Der beste Ökonom, den der IWF nie hatte” – so titelte der Economist im September 2026 eine sehr bemerkenswerte Geschichte in seiner Printausgabe. Der portugiesische Makroökonom Ricardo Reis, Professor an der London School of Economics, wäre in diesem Sommer beinahe zum Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds ernannt worden. Beinahe! Denn Reis’ öffentliche Kritik an Trumps Zöllen und wohl auch seine wesentlich schärferen politischen Kommentare an Trump persönlich haben ihn den Posten gekostet. Was vor allem für den IWF schlecht ist, denn Reis beschäftigt sich intensiv mit dem Zusammenspiel von Staatsverschuldung, Geldpolitik sowie Zentralbankbilanzen und argumentiert seit Jahren, dass IWF und Zentralbanken bei internationalen Finanzkrisen enger zusammenarbeiten sollten. Ausgerechnet einer der modernen Makroökonomen und Geldtheoretiker, dessen Forschung für die gegenwärtigen Probleme des IWF besonders relevant ist, bekam den Posten nicht. Den Grund benennt der Economist im der Titel der Onlineversion des Beitrags: “Ricardo Reis war dem IWF zu offen”. Man könnte auch sagen “zu unverblümt”. Unverblümt war Prof. Dr. Ricardo Reis auch in bto-Episode #153 “Den Schirm vergessen”. Im August 2022 hat Daniel Stelter mit ihm über eine der wichtigsten Fragen der damaligen Zeit gesprochen: Wer trägt die Verantwortung für die Inflation? Die Notenbanken? Oder die externen Schocks? Seine Antwort war, wie kann es anders sein, unbequem. Es sei zwar richtig, dass Pandemie, Lieferketten und Ukraine-Krieg die Inflation getrieben haben. Aber: „I have an umbrella" – die Notenbanken hatten einen Regenschirm und haben ihn nicht benutzt. Heute, vier Jahre später, sehen wir Zinswende, Frankreich-Krise und eine Debatte um fiskalische Dominanz. Reis Diagnose ist relevanter denn je. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Artikel Ricardo Reis was too frank for the IMF – It can still benefit from the economist's ideas (17. September 2026) in The Economist (online), Printtitel: „The best economist the IMF never had": https://t1p.de/rbmg0 Analyse The Burst of High Inflation in 2021–22: how and why did we get here? von Prof. Dr. Ricardo Reis, Working Paper der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (Dezember 2022): https://t1p.de/4kzcf beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wieder am falschen Hebel gezogen 20 Sep 2026

Europa braucht mehr Wachstum. Das hat auch die EU-Kommission verstanden. In ihrer State-of-the-Union-Rede 2026 hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zwar die Vollendung des Binnenmarktes, Bürokratieabbau und günstigere Energiepreise für mehr Wettbewerbsfähigkeit betont, bei der Umsetzung wird aber klar, dass Brüssel mal wieder zu den falschen Hebeln greift. So geht die Reise in Richtung einer Union, die durch zentrale Steuerung und mehr Brüssler Bürokratie strategische Autonomie und bessere Wettbewerbspositionen erreichen soll. Das ist ein beherztes “weiter so”, garniert mit der Forderung nach einem um 60 Prozent vergrößerten EU-Haushalt. Was Europa aber braucht, sind echte Reformen, die die Produktivität über alle Sektoren hinweg anheben: Deregulierung, Arbeitsmarktflexibilität, tiefere Kapitalmärkte, funktionierende Bildung, wettbewerbsfähige Energiepreise und ernsthaft weniger Bürokratie. Stattdessen soll der mehrjährige Finanzrahmen 2028 – 2034 einen Umfang von nahezu zwei Billionen Euro umfassen. Dabei kostet der wichtigste Hebel zu mehr Wohlstand in der EU weder Geld, noch erfordert er mehr Bürokratie oder Beamte. Gemeint sind die impliziten Hürden innerhalb des EU-Binnenmarktes. IWF und EZB rechnen vor, dass sie mittlerweile Zöllen von rund 44 bis 67 Prozent entsprechen. In einer aktuellen Analyse von fünf Jahrzehnten europäischer und amerikanischer Produktivitätsentwicklung stellen Ökonomen fest, dass Europa seit Mitte der 90er-Jahre Produktivität verliert und inzwischen nur noch rund 86 Prozent des US-amerikanischen Niveaus erreicht. Die Ursache liegt darin, dass zu viele Arbeitskräfte aus produktiven Sektoren in weniger produktive Sektoren wandern. Der Verlust an Wohlstand in den letzten Jahrzehnten wird also immer offensichtlicher. Im Gespräch mit Daniel Stelter erklärt Dr. João Duarte, Professor an der Nova School of Business and Economics in Lissabon und einer der Autoren der Produktivitätsstudie, was zu tun ist. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie Europe Falling Behind: Structural Transformation and Labor Productivity Growth Differences Between Europe and the U.S. (Mai 2026) von Cesare Buiatti, João B. Duarte, Luis Felipe Sáenz (Nova School of Business and Economics, T. Rowe Price und University of South Carolina): https://t1p.de/b5338 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Aus PISA nichts gelernt 16 Sep 2026

Seit dem Jahr 2000 führt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) alle drei Jahre das Programm zur internationalen Schülerbewertung durch. Die OECD untersucht dabei die Kompetenzen von 15-Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. In Deutschland ist dieser Vorgang besser unter seiner englischen Abkürzung PISA bekannt und der Veröffentlichung des PISA-Zeugnisses wird hierzulande mittlerweile mit großem Unbehagen entgegengesehen. Sehr zu Recht, wie sich Anfang September 2026 erneut gezeigt hat. Die Ergebnisse sind verheerend. Seit Beginn des Programms hatte Deutschland noch nie derart schlechte “Zensuren” – gegenüber 2022 minus 7 Punkte in Naturwissenschaften, minus 15 Punkte im Lesen und minus 11 Punkte in Mathematik. Aber das ist noch nicht die ganze Hiobsbotschaft. Neben dem Fakt, dass fast 21 Prozent der deutschen Schüler in allen drei Bereichen leistungsschwach sind, bleibt die soziale Ungleichheit ganz besonders auffällig. Zwischen dem sozial privilegiertesten und dem benachteiligtesten Viertel liegen in Naturwissenschaften 125 Punkte. Im OECD-Durchschnitt sind es nur 85 Punkte. Der sozioökonomische Hintergrund erklärt in Deutschland 19 Prozent der Leistungsunterschiede, während es im OECD-Durchschnitt lediglich 12 Prozent sind. Die Bildungsmisere war im September 2023 Thema des Gesprächs zwischen Daniel Stelter und Dr. Ludger Wößmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik, in Folge 207. Angesichts der wiederholten deutschen PISA-Katastrophe ist es Zeit für ein bto REFRESH mit einem der renommiertesten Bildungsforscher der Welt. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice bto-Podcast #207 Setzen, Sechs! (September 2023) mit Prof. Dr. Ludger Wößmann: https://t1p.de/dme49 Ländernotiz Deutschland PISA 2025 – Ergebnisse (Band I) der OECD: https://t1p.de/zoidz Presseinformation INSM-Bildungsmonitor 2026: Sachsen bleibt Bildungssieger, Bayern Vize-Meister der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM): https://t1p.de/cfgrr beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Zahlen sagen mehr als 1000 Worte 13 Sep 2026

Wir haben ein Datenproblem. Und dieses Datenproblem verschleiert ein Politikproblem. In Deutschland reformieren wir oft, ohne zu wissen, ob die Reform tatsächlich wirkt. Gerade jene Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, die immerhin rund 55 Prozent der gesamten Nettowertschöpfung in der Bundesrepublik erwirtschaften, werden regelmäßig übersehen, weil sich alles um die Großkonzerne dreht. Diese wichtige Betrachtungslücke schließt der DATEV-Mittelstandsindex. Gestützt auf Umsatzsteuervoranmeldungen von rund einer Million Unternehmen und Lohnabrechnungen für mehr als acht Millionen Arbeitnehmer wird die Lage der Wirtschaft so zeitnah und genau erfasst wie mit keinem anderen Instrument. Doch die Daten erlauben noch mehr, zum Beispiel auch die direkte Analyse der positiven und negativen Folgen der Wirtschaftspolitik – beispielsweise bei der Erhöhung des Mindestlohns. Wie es um die deutsche Wirtschaft steht und was man zur Wirkung politischer Maßnahmen sagen kann, diskutiert Daniel Stelter mit Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG und Honorarprofessor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Berichtsmonat Juli 2026 des DATEV Mittelstandsindex, Ausgabe 08/26: https://t1p.de/x8arm, künftig unter: https://t1p.de/qqmjg Beitrag Mit der Erhöhung auf 12 Euro liegt die Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns über der Tariflohn- und Preisentwicklung (12/2023) im IAB-Forum: https://t1p.de/ju00d beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

300 Milliarden falsch angelegt! 09 Sep 2026

Deutschlands Netto-Auslandsvermögen ist auf 3,7 Billionen Euro geklettert. Das sind 82 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Vermögenszuwachs ist doch eine gute Sache, würde man meinen. Doch in diesem Fall ist es nicht so, denn die Renditelücke des Auslandsvermögens gegenüber deutschen Inlandsanlagen ist auf 4,66 Prozentpunkte pro Jahr angewachsen. Heißt im Klartext, Deutschland verkauft es fast fünf Prozent unter Wert. Und natürlich schließt sich der Gedanke an, warum wir nicht mehr aus unserem Geld machen. Diese Frage haben wir bei bto schon einmal aufgeworfen: Im August 2021 war Prof. Dr. Moritz Schularick – heute Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel – als Experte zu Gast in Episode 90. Gemeinsam mit Franziska Hünnekes und Christoph Trebesch hatte er damals die Studie „Exportweltmeister: The Low Returns on Germany's Capital Exports" verfasst. Die Kernbotschaft des Papiers war so eindeutig wie unbequem, denn Deutschland exportiert nicht nur Waren, sondern auch Kapital in dreistelliger Milliardenhöhe pro Jahr – und legt es außerdem systematisch schlechter an als jedes andere G7-Land. Fünf Jahre später ist diese Diagnose noch schärfer geworden. Was also tun? Zeit für ein bto REFRESH mit aktuellen Zahlen. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice bto-Podcast #90 Die fatale Sparbuchkultur der Deutschen (August 2021) mit Moritz Schularick: https://t1p.de/gvbla Studie Exportweltmeister: Germany's Foreign Investment Returns in International Comparison (aktualisiert 2023) von Franziska Hünnekes, Maximilian Konradt, Moritz Schularick, Christoph Trebesch, Julian Wingenbach, publiziert im Journal of International Economics 2025: https://t1p.de/f9pza Information der Deutschen Bundesbank zum Auslandsvermögensstatus Deutschlands: https://t1p.de/h896c beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wachstum gibt’s nicht per Formular 06 Sep 2026

Mitte August 2026 hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) beim Branchendialog Ost eine „neue Gründerzeit“ ausgerufen. Wenige Wochen zuvor legte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ihre Start-up- und Scale-up-Strategie mit über 150 Maßnahmen vor. Alle reden von Gründung, doch die Zahlen spiegeln eine andere Realität wider. Eine neue Studie des US-amerikanischen National Bureau of Economic Research dokumentiert eine Bewertungslücke zwischen amerikanischen und europäischen Unternehmen von 34 Billionen Dollar – gewachsen von rund einem Drittel im Jahr 2008 auf über 300 Prozent im Jahr 2023. Der deutsche Arbeitsmarktforscher Enzo Weber spricht von einer Erneuerungskrise: In der heimischen Industrie arbeiten nur etwa zwei Prozent der Beschäftigten in Unternehmen, die in den letzten fünf Jahren gegründet wurden. Daniel Stelter im Gespräch mit Alex von Frankenberg, dem langjährigen Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds (HTGF), Deutschlands größtem und aktivstem Frühphaseninvestor für innovative Technologie-Start-ups. Er hat in seiner Verantwortung rund 800 Start-ups finanziert, mehr als 200 erfolgreiche Exits begleitet und vier Unicorn-Beteiligungen zum Abschluss gebracht. Er kennt die deutsche Gründungsdynamik von innen und stellt klar, wo es wirklich klemmt. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie The Value Gap: Europe Cannot Scale (August 2026) von Bo Becker, Efraim Benmelech und Joao Monteiro, National Bureau of Economic Research: https://t1p.de/igcyy Beitrag Arbeitsmarkt: Die Erneuerungskrise (Oktober 2025) von Enzo Weber in Makronom: https://t1p.de/isq9i Gastkommentar Reiches Start-up-Strategie ist solide, aber nicht radikal genug (23.07.2026) von Philipp Herrmann (Bryck) in Handelsblatt: https://t1p.de/sjnlu beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wenn der Staat die Preise treibt 02 Sep 2026

Staatsschulden sind inflationär, sobald die Bevölkerung beginnt daran zu zweifeln, ob der Staat seinen künftigen Verpflichtungen nachkommen kann oder will. Das ist die Kernthese des wissenschaftlichen Rahmens „Die fiskalische Theorie des Preisniveaus” (a. d. Eng.: The Fiscal Theory of the Price Level), den der Stanford-Ökonom Prof. Dr. John Cochrane geschaffen hat. Die aktuelle Entwicklung scheint die These zu stützen. Je mehr die Zweifel zunehmen – und sie müssen es, angesichts der enormen ungedeckten Versprechen der westlichen Länder für ihre alternden Gesellschaften – desto größer sind die Gefahren für den Geldwert. Bereits vor drei Jahren war Professor Cochrane zu Gast bei bto. Der Anlass war damals das amerikanische Debt-Ceiling-Theater – die wiederkehrenden, stark dramatisierten politischen Machtkämpfe in Washington um die Anhebung der US-Staatsschuldengrenze – Kämpfe, die oft mehr nach Wahlkampf-Inszenierung als nach seriöser Fiskalpolitik aussehen. Damals lagen die US-amerikanischen Staatsschulden (debt ceilings) bei 31,4 Billionen Dollar und Cochrane prognostizierte mehrere Szenarien, die heute – nach dem Zinsschock – mit besonderer Wucht wieder einzutreten scheinen. Es ist also höchste Zeit für ein bto REFRESH! In dieser Folge gibt es eine Kombination der stärksten Passagen aus dem damaligen Experteninterview mit aktuellen Einordnungen von Daniel Stelter zu dem, was seither eingetreten ist. Am Ende der Episode folgt das komplette Interview im englischen Original. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice bto-Episode #191 Staat treibt Inflation (21.5.2023), Daniel Stelter im Gespräch mit John H. Cochrane: https://t1p.de/0qbnk Buch The Fiscal Theory of the Price Level (Januar 2023) von John H. Cochrane: https://t1p.de/5bi3z beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Gefährliche Zinswende 30 Aug 2026

Die geldpolitische Welt traf sich in der letzten Augustwoche 2026 beim Notenbankenforum im amerikanischen Jackson Hole und erlebte in Echtzeit einen Zinsschock. Die 30-jährige US-Rendite hatte am Montag zuvor mit 5,31 Prozent den höchsten Stand seit dem Vorabend der Finanzkrise 2007 markiert. Deutsche 30-jährige liegen bei 3,76 Prozent, dem höchsten Stand seit 2011. Japanische 30-jährige haben in ihrer 27-jährigen Geschichte erstmals die Vier-Prozent-Marke gerissen. Britische Gilts rentieren so hoch wie zuletzt 1998. Für Schuldner, allen voran die Staaten, wird die Zinswende zum Problem. Die durchschnittliche Schuldenquote der sieben größten Industriestaaten ist von 74 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2000 auf 123 Prozent gestiegen. Ein immer größerer Teil der Staatshaushalte fließt nun in den Schuldendienst. Zugleich zeigt sich die Politik in den USA, Japan und Frankreich als unwillig, die Staatsausgaben einzuschränken, was die Defizite auf immer neue Höchststände treibt. Bis 2040 erwartet der IWF einen Schuldenstand bis zu 150 Prozent. Kein Wunder, dass nach einer Studie der University of Southern California Bond-Investoren, Wähler und Personen mit Finanz- oder Wirtschaftsstudium das Risiko einer US-Staatsschuldenkrise innerhalb von zehn Jahren im Durchschnitt auf knapp 50 Prozent beziffern. Klar, dass die Politik versucht, das Problem zu unterdrücken. Doch kann das gelingen – und was sind die Folgen? Dieser Frage gehen wir in dieser Episode nach. Grundlage ist unser Gespräch von 2022 mit dem Wirtschaftshistoriker Paul Schmelzing, dessen 700-Jahre-Studie zu Realzinsen exakt das historische Muster liefert, das wir heute erleben. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie Eight centuries of global real interest rates, R-G, and the ‘suprasecular’ decline, 1311–2018 (Januar 2020) von Prof. Dr. Paul Schmelzing: https://t1p.de/firub bto-Episode #123 Nie mehr Zinsen? (13.2.2022), Daniel Stelter im Gespräch mit Paul Schmelzing: https://t1p.de/95nbq bto-Episode #176 Ernsthafte Bedrohung des Geldwerts (5.2.2023): https://t1p.de/d7x61 bto-Episode #355 Finanzkrise reloaded (18.1.2026): https://t1p.de/g4mhx beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Europa verschläft die Geldrevolution 26 Aug 2026

Professor Dr. Philipp Sandner war der wichtigste deutsche Ökonom im Feld Blockchain, Kryptoassets und digitaler Euro. Er hat im Jahr 2017 das Centre for Digital Economics an der Frankfurt School gegründet und in wenigen Jahren zu einer der führenden europäischen Forschungsstellen in diesem Bereich gemacht. Am 16. Januar 2024 ist Philipp Sandner völlig unerwartet verstorben. Er wurde nur 43 Jahre alt und hinterließ seine Ehefrau und zwei Töchter. Im Sommer 2023 war Philipp Sandner bei bto in Episode 199 zu Gast. Wir sprachen über digitales Zentralbankgeld, über Bitcoin und über private Alternativen zum Zentralbankgeld. Damals war das Thema für viele Zuhörer noch sehr fern. Heute, drei Jahre später, sitzt die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, in der zyprischen Hauptstadt Nikosia bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister und Notenbankgouverneure und lehnt Vorschläge für Euro-Stablecoins ab. Die USA – im Gegensatz – fördern Dollar-Stablecoins mit dem dafür geschaffenen Gesetz GENIUS Act. Sandner hatte all das kommen sehen. Und er hat drei Monate vor seinem Tod, im Oktober 2023, in einem Beitrag auf der Onlineplattform Medium eine Warnung an Europa formuliert. Sie ist heute aktueller denn je. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag Prioritäten für Europa und Deutschland: Der Euro muss auf die Blockchain — Identitäten ebenfalls (15.10.2023) von Prof. Dr. Philipp Sandner und Jonas Groß in Medium: https://bit.ly/3Uhx37A beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Chance vertan: EZB gegen Stablecoin-Reform 23 Aug 2026

Der Stablecoin ist eine digitale Kryptowährung, deren Wert fest an einen stabilen Basiswert – meist an klassische Staatswährungen wie den US-Dollar oder den Euro – gekoppelt ist. Bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister und Notenbankgouverneure im Mai 2026 in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia präsentierten die Ökonomen Prof. Dr. Lucrezia Reichlin und Dr. Jeromin Zettelmeyer vom Brüsseler Thinktank Bruegel einen Vorschlag zur Reform der europäischen Stablecoin-Regulierung. Die Reaktion der Europäischen Zentralbank (EZB) war eindeutig ablehnend. Ob das die richtige Antwort auf die digitale Machtfrage im Währungssystem gewesen ist, muss allerdings bezweifelt werden. Die USA verfolgen eine andere Strategie. Das 2025 verabschiedete US-Bundesgesetz GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act) fördert Dollar-Stablecoins aktiv. US-Finanzminister Scott Bessent macht deutlich, worum es geht: „Wir werden dafür sorgen, dass der US-Dollar die dominierende Reservewährung der Welt bleibt, und wir werden dazu Stablecoins nutzen.“ Stablecoins sind für Washington kein Krypto-Kuriosum, sondern ein Instrument der währungspolitischen Machterhaltung – und ein zusätzlicher Abnehmer für US-Staatsanleihen. Warum das wichtig ist? Weil sich hier die Machtfrage im digitalen Geldsystem entscheidet. Es geht um die Dominanz in der Infrastruktur des Finanzsystems der kommenden Jahrzehnte. Daniel Stelter spricht mit den Autoren des Bruegel-Papers: der früheren EZB-Forschungsdirektorin Lucrezia Reichlin und dem Direktor des Bruegel-Instituts, Jeromin Zettelmeyer. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag A new strategy to contain stablecoin risks in the European Union von Lucrezia Reichlin, Bo Sangers und Jeromin Zettelmeyer im Bruegel Policy Brief 09 (Mai 2026): https://tinyurl.com/4ydxfj8j US-Stablecoin-Gesetz GENIUS Act (Public Law 119-27, 2025): https://tinyurl.com/36umybu5 Rede Empowering Europe: boosting strategic autonomy through the digital euro von Piero Cipollone (EZB) (8.4.2025): https://tinyurl.com/3wtbrpu2 Bruegel Analysis The EU should embrace decentralised finance and make it safe von Lucrezia Reichlin (15.12.2025): https://tinyurl.com/2s4jtd3n Beitrag A Nobel laureate on why stablecoins may be nothing of the sort von Jean Tirole in The Economist (29.9.2025): https://tinyurl.com/bp9r3d4w beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Inflation mit Ansage 19 Aug 2026

Am 22. März 2021 starb der amerikanische Wirtschaftsanwalt Ronald H. Marcks. Nur wenig später, im Frühsommer 2021, stand die Rückkehr der Inflation kurz bevor. Die einen sagten, dies sei nur ein vorübergehendes Phänomen. Die anderen warnten früh vor strukturell höheren Preisen. 2026 – fünf Jahre später – wissen wir, die Inflation ist zurückgekommen. Die Verbraucherpreise stiegen in den Jahren 2022 und 2023 zweistellig. Und die Vermögenspreisinflation hat sich seit 2005 zu einem Preisanstieg von 75 Prozent für Vermögensgüter aufgetürmt – bei gerade einmal 15 Prozent Reallohnzuwachs im gleichen Zeitraum. Beides war kein Zufall, sondern die Folge von zu viel Geld. Bereits im Juni 2021 diskutierte Daniel Stelter in Episode 83 mit dem britischen Ökonomen Professor Tim Congdon die Frage: Ist der Preisanstieg nach Corona nur vorübergehend – wegen Lieferengpässen und Wiedereröffnung – oder beginnt eine länger anhaltende Inflationsphase? Congdon plädierte für letzteres. Stelter erweiterte die Argumentation um den Beleg, wie ein solcher Prozess aussieht. Was hat das aber alles mit Marcks zu tun? Nun, Marcks lieferte – unter dem Pseudonym Jens O. Parsson – mit seinem schon 1974 erschienenen Buch “Dying of Money – Lessons of the Great German and American Inflations” die historische Illustration für den Mechanismus vor der eigentlichen Inflation – also für genau das, was vor, während und nach Corona geldpolitisch geschehen ist. Zeit für ein bto REFRESH! Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Buch Dying of Money – Lessons of the Great German and American Inflations (1974) von Jens O. Parsson (Ronald H. Marcks: https://tinyurl.com/ybmtcw4r beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Vermögen schlägt Einkommen 16 Aug 2026

John Burn-Murdoch, Chief Data Reporter der Financial Times, hat es auf den Punkt gebracht: „Wir sind von der Welt des Einkommens in die Welt des Vermögens übergegangen.“ (a.d.Eng./Red.) Das mittlere Vermögen der Haushalte in Großbritannien, den USA, Deutschland und Frankreich hat sich seit Mitte der 1990er real verdoppelt. Die mittleren Einkommen sind im selben Zeitraum nur um rund 30 Prozent gestiegen. Wer sich vor einer Generation vom unteren ins obere Vermögensquartil sparen wollte, brauchte 20 Jahre. Heute braucht man 40. Genau in diesem Rahmen liegt auch der neue Bericht zum Vermögenspreisindex des Flossbach von Storch Research Institute. Er dokumentiert, dass die Vermögenspreise in Deutschland seit 2005 um 75 Prozent gestiegen sind, die Reallöhne aber nur um 15 Prozent. Die Verteilungswirkung ist brutal: Die untere Mittelschicht hat in 20 Jahren einen Vermögenspreisanstieg von 17 Prozent erlebt, die wohlhabendsten Haushalte einen von 86 Prozent. Über diese Analyse und ihre Folgen spricht Daniel Stelter mit dem Wirtschaftsmathematiker und Senior Research Analyst beim Flossbach von Storch Research Institute in Köln, Dr. Philipp Immenkötter. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag We've moved from income world to wealth world (31.07.2026) von John Burn-Murdoch in Financial Times (Bezahlschranke): https://tinyurl.com/3ctwbkxs Analyse Vermögenspreise steigen weiter – Vermögenspreisindex Deutschland Q1-2026 (26.05.2026) von Philipp Immenkötter, Flossbach von Storch Research Institute: https://tinyurl.com/543hhc7d Monatsbericht Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2023 (April 2025) der Deutschen Bundebank: https://tinyurl.com/mrkw2m4h beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Die Demografie macht alles schlimmer 12 Aug 2026

Unter dem Titel The Great Demographic Reversal (dt. Die große demografische Wende) veröffentlichten die Ökonomen Charles Goodhart und Manoj Pradhan im Jahr 2020 ein vielbeachtetes Buch. Im Februar 2021 waren die beiden zu Gast im bto-Podcast. Die These aus ihrem Buch war provokant: Die Zeit der niedrigen Inflation ist historisch beendet, weil zwei einmalige Angebotsschocks – der Eintritt Chinas und Osteuropas in den Welthandel plus der Anstieg der weiblichen Erwerbsbeteiligung – auslaufen. Die Demografie kehrt sich um, das Arbeitsangebot schrumpft, die Abhängigenquote verschlechtert sich. Inflation, Zinsen und Löhne müssen strukturell höher sein. Sieben Jahre später haben Goodhart und Pradhan ein Nachfolgebuch vorgelegt: The Unanchored Central Banker. Die These wurde verschärft: Die Fiskalpolitik ist so unsustainable geworden, dass Geldpolitik in ihrer bekannten Form nicht mehr funktionieren kann. Notenbanken werden gezwungen sein, häufiger in Bondmärkte einzugreifen. Und Goodhart, geboren 1936, sagt in seinem aktuellen Interview: „Von nun an wird die demografische Entwicklung das Leben immer schlimmer und schlimmer machen. (a. d. eng./Red.)“ Inzwischen liegen zwei aktuelle deutsche Publikationen vor – beide aus dem Juli 2026 –, die Goodharts These direkt bestätigen: der ifo Schnelldienst (70 Prozent für Rente und Gesundheit) und eine Kronberger-Kreis-Studie (Tragfähigkeit der Eurozone durch demografischen Druck ernsthaft gefährdet). Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Buch The Great Demographic Reversal – Ageing Societies, Waning Inequality, and an Inflation Revival (2020) von Charles Goodhart und Manoj Pradhan: https://tinyurl.com/ynfa5tzk Buch The Unanchored Central Banker — Fiscal Dominance and the Future of Monetary Policy (2026) von Charles Goodhart und Manoj Pradhan: https://tinyurl.com/8rue2rc3 Pressemitteilung Mehr als zwei Drittel aller Sozialausgaben fließen in Rente und Gesundheit ( 2.7.2026) des ifo Instituts München: https://tinyurl.com/3j43cs9s Studie Ist der Euro zukunftsfest? (Juli 2026) des Kronberger Kreis (Feld/Fuest/Haucap/Hey/Wieland/Wigger): https://tinyurl.com/386864bz beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Innovationskiller Kündigungsschutz 09 Aug 2026

Der Innovationsforscher Olivier Coste und der Ökonom Yann Coatanlem waren im Februar 2025 zu Gast bei bto und stellten in Episode 280 eine damals noch wenig beachtete These vor: Europas Innovationslücke gegenüber den USA erklärt sich am wenigsten aus Kultur oder Kapital – sie ist eine direkte Folge der Kosten des Scheiterns. Dort, wo Restrukturierung teuer und langwierig ist, wird nicht disruptiv investiert. Heute, eineinhalb Jahre später, wird die These breit diskutiert und ist sogar ein bisschen Regierungspolitik geworden. Das ifo Institut München publizierte die deutsche Übersetzung der Cost-of-Failure-Analyse der beiden Franzosen Anfang 2026. Und am 2. Juli 2026 hat die schwarz-rote Koalition ein Reformpaket verabschiedet, das erstmals seit Jahrzehnten den Kündigungsschutz für Gutverdiener lockert. Aber die Schwelle liegt bei 177.450 Euro Jahreseinkommen – weit über der Empfehlung. Was aus seiner wissenschaftlichen Idee geworden ist, bespricht Daniel Stelter in einem Update mit Olivier Coste. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Gegenposition von Professor Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Working Paper Cost of Failure, Disruptive Innovation and Targeted Flexicurity (Oktober 2025) von Olivier Coste und Yann Coatanlem: https://tinyurl.com/4aeda296 Aufsatz Überwindung von Europas Innovationsschwäche: Kosten des Scheiterns, disruptive Innovation und gezielte Flexicurity (Januar 2026) von Yann Coatanlem und Olivier Coste in ifo Schnelldienst: https://tinyurl.com/mn7n5vxa Beitrag Warum nicht mal Jobwechsel auf Probe? (30. Juni 2026) von Prof. Dr. Enzo Weber in DIE ZEIT: https://tinyurl.com/4ms3nxx6 Beitrag Zweifel an den Plänen der Koalition zum Kündigungsschutz (31. Juli 2026) in Süddeutsche Zeitung: https://tinyurl.com/4a3zyxjv Kolumne Der wahre Grund für Europas Innovationsrückstand (5. Februar 2025) von Daniel Stelter in Handelsblatt: https://tinyurl.com/y9dzatcm beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Kein Niedergang, nur Veränderung? 05 Aug 2026

Am 19. Juli 2026 hat der Industrieexperte Prof. Dr. Harro Heilmann bei n-tv ein bemerkenswertes Interview gegeben. Der Titel: „Das ist kein Niedergang, sondern eine Veränderung“. Seine Kernthese: Die Deindustrialisierung Deutschlands sei überzeichnet, der Rückgang des Industrieanteils am BIP von 21,9 auf 20,6 Prozent zwischen 2023 und 2025 sei kein Drama. Der Produktionsindex werde „missbräuchlich“ verwendet, die Bruttowertschöpfung sei der bessere Maßstab, und die deutsche Wirtschaft schlage sich resilient. Acht Tage später, am 27. Juli 2026, haben Dr. Alexander Schiersch und Prof. Dr. Alexander Kritikos vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin genau das Gegenteil dargelegt: Deutschlands Deindustrialisierung ist hausgemacht, sie ist real, und sie ist strukturell – Investitionsschwäche, Bürokratie, Verwaltungsversagen. Beide argumentieren mit denselben makroökonomischen Daten, kommen aber zu entgegengesetzten Schlüssen. Wer hat recht? Im bto-Archiv liegt ein Konzept, an dem sich die ganze Debatte entzündet: die Unterscheidung von Produktion und Bruttowertschöpfung, die Prof. Dr. Timo Wollmershäuser vom ifo Institut Ende 2024 in Episode 271 unter dem Titel „Deindustrialisierung nur ein Mythos?“ erklärt hat. Wollmershäusers These – damals mit dem entscheidenden Wörtchen „noch“ versehen – ist heute die Grundlage der Heilmann-Argumentation. Was daran stimmt und was heute anders zu beurteilen ist, klären wir in dieser Folge. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Interview Das ist kein Niedergang, sondern eine Veränderung (19. Juli 2026) mit Prof. Dr. Harro Heilmann bei n-tv: https://tinyurl.com/mrk3fb84 Medienbeitrag Warum Deutschland zurückfällt (28. Juli 2026) von Dr. Alexander Schiersch und Prof. Dr. Alexander S. Kritikos: https://tinyurl.com/4eyb3mhx Analyse Struktureller Wandel im Verarbeitenden Gewerbe: Produktion unterzeichnet Bruttowertschöpfung (Februar 2024) von Dr. Robert Lehmann und Prof. Dr. Timo Wollmershäuser in ifo Schnelldienst: https://tinyurl.com/mtyd9tuz beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Rebellische Maschinen – KI außer Kontrolle 02 Aug 2026

Der KI-Sommer 2026 ist noch längst nicht vorbei, hat aber schon ordentlich Schlagzeilen produziert. Claude erpresst einen Vorstand, Gemini schützt seine Autonomie gegen den Willen von Google, ein malaysischer Premier-Chatbot rät zur Nicht-Wahl seines eigenen Chefs, OpenAI-Modelle brechen aus der Sandbox aus und hacken Hugging Face. Was folgt daraus? Der Ruf nach mehr Regulierung, nach dem AI Act, nach Ethikkodizes. Aber ist das die richtige Antwort? Daniel Stelter spricht mit Professor Dr. Christoph Lütge, Ordinarius für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München (TUM) und Direktor des Institute for Ethics in Artificial Intelligence (IEAI) an der TUM. Lütge gilt als einer der profiliertesten Wirtschaftsethiker Deutschlands und steht in der Tradition der Ordnungsethik von Karl Homann. Seine Position: Ethik entsteht durch Regeln, nicht durch Appelle. Warum das gerade für Künstliche Intelligenz gilt, warum der AI Act zu starr ist und warum Deutschland ohne eigene KI und ohne industriellen Strom auch keine relevante KI-Ethik-Debatte führen kann, sind die Inhalte dieses Expertengesprächs. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Arbeitspapier Artificial Intelligence and Productivity in Europe (April 2025) des Internationalen Währungsfonds (IWF), Autorengruppe: https://tinyurl.com/9mfszcn4 Blogbeitrag zur KI-Ausrichtungsforschung Agentic Misalignment in Summer 2026 – Case studies of frontier models sabotaging code, assisting fraud, mislabeling, and coaching whistleblowers (Juli 2026), Autorengruppe: https://tinyurl.com/4skxzts9 Beitrag Anthropic Report Reveals Claude Has 96% Probability of Extortion (Juli 2026) auf der chinesischen Technologie- und Nachrichtenplattform WINZHENG: https://tinyurl.com/4cfu3msc Beitrag Anthropic caught Gemini 3.1 Pro quietly sabotaging a training run it disagreed with, 15. Juli 2026 (Zusammenfassung Fallstudie Covert Sabotage aus dem Anthropic-Report) auf Ground Truth: https://tinyurl.com/2z9h9k8m Beitrag PMX.AI-Panne: Malaysias KI-Chatbot rät Bürgern, Premier nicht zu wählen (Juli 2026) auf dem IT-Nachrichtenportal BornCity: https://tinyurl.com/4js8e32a Buch Ethik des Wettbewerbs – Über Konkurrenz und Moral, von Christoph Lütge, Verlag C.H. Beck, München 2014: https://tinyurl.com/4c5uevwu beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Was uns ökonomisch glücklich macht 29 Jul 2026

Die bisher größte Meta-Analyse von 168 Studien zu wirtschaftlicher Ungleichheit war das Thema der vorangegangenen bto-Episode #409. Daniel Stelter sprach mit dem Sozialpsychologen Nicolas Sommet, dem federführenden Autor der Meta-Studie. Ergebnis: Wirtschaftliche Ungleichheit hat im Durchschnitt der Menschen keinen Effekt auf ihr Wohlbefinden oder ihre psychische Gesundheit. Anders gesagt, Ungleichheit macht im Durchschnitt nicht unglücklich. Die naheliegende Anschlussfrage ist, was macht Menschen denn dann glücklich? Der World Happiness Report 2026 hat im März geantwortet – und Deutschland ist überraschend um fünf Plätze auf Rang 17 nach oben gerückt. Der Ipsos Happiness Index 2026 bestätigt: 72 Prozent der Deutschen bezeichnen sich als glücklich, acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Wichtigster Unglücksfaktor: nicht Ungleichheit, sondern die eigene Finanzsituation. Passend dazu holen wir das Original-Interview mit Prof. Bruno S. Frey aus dem Archiv. Frey, Jahrgang 1941, Permanent Visiting Professor an der Universität Basel und Mitgründer des Center for Research in Economics and Well-Being (CREW), gilt als einer der Pioniere der ökonomischen Glücksforschung. Sein Standardwerk „Happiness and Economics“ von 2002 (mit Alois Stutzer) begründete dieses Feld. Sein Gespräch mit Daniel Stelter zeigt, warum Deutschland heute überhaupt aufsteigen konnte – und was Frey schon 2022 gewusst hat. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Bericht World Happiness Report 2026 (März 2026) des Wellbeing Research Centre Oxford, Autorengruppe: https://tinyurl.com/r7p5kmnr Buch Happiness and Economics – How the Economy and Institutions Affect Human Well-Being von Bruno S. Frey und Alois Stutzer, Princeton University Press 2002: https://tinyurl.com/4we6u25h Buch Happiness – A Revolution in Economics von Bruno S. Frey, MIT Press 2008: https://tinyurl.com/574w3m2v Buch Demokratische Wirtschaftspolitik – Theorie und Anwendung von Bruno S. Frey, Lars P. Feld, Melanie Häner, Christoph A. Schaltegger und Gebhard Kirchgässner, Verlag Franz Vahlen 2024: https://tinyurl.com/mupy84re Buch Automated Democracy – Die Neuverteilung von Macht und Einfluss im digitalen Staat von Bruno S. Frey und Christian R. Ulbrich, bpb – Bundeszentrale für Politische Bildung 2025: https://tinyurl.com/jf27cdjn beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Der Hebel gegen Armut 26 Jul 2026

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat angekündigt, Vermögen- und Erbschaftsteuer noch im Jahr 2026 zum „Schlüsselthema“ seiner Partei zu machen. Die Erhöhung der „Reichensteuer“ genügt den Genossen nicht. Noch mehr Umverteilung soll es sein. Nur auf diese Weise – so die Behauptung – ließe sich in Deutschland „Gerechtigkeit“ herstellen. In der Sozialpolitik wird „gerecht“ gerne mit „gleich“ verwechselt. Die Politiker berufen sich dabei auf Forschungen, die einen Zusammenhang zwischen Gleichheit und Zufriedenheit der Bevölkerung herstellen wollen. Doch das Fundament trägt nicht. Im Dezember 2025 hat ein internationales Forscherteam die bisher größte Meta-Analyse zum Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Wohlbefinden veröffentlicht. Dafür wurden 168 Studien ausgewertet, die 11,4 Millionen Menschen aus über 38.000 geografischen Einheiten umfassten. Das Ergebnis ist eindeutig: „Menschen, die an Orten mit größerer Ungleichheit leben, berichten im Durchschnitt kein geringeres Wohlbefinden als jene an 'gleicheren' Orten“. Die politische Konsequenz: Nicht Umverteilung, sondern Wachstum, das Menschen aus der Armut herausholt, ist der wirksame Hebel für öffentliche Gesundheit und Wohlbefinden. Über die Studie spricht Daniel Stelter mit dem Sozialpsychologen Dr. Nicolas Sommet. Er ist Forschungsleiter am LIVES Centre der Universität Lausanne und war der federführende Autor der Studie. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag No meta-analytical effect of economic inequality on well-being or mental health, Autorengruppe der Studie, veröffentlicht im Wissenschaftsmagazin nature (Dezember 2025)(Bezahlschranke): https://tinyurl.com/34y7hhet Nature Research Briefing Economic inequality does not equate to poor well-being or mental health (Dezember 2025) von Nicolas Sommet und Annahita Ehsan (Bezahlschranke): https://tinyurl.com/3ffh5rzv Zusammenfassung zum Buch The Spirit Level — Why More Equal Societies Almost Always Do Better von Richard Wilkinson und Kate Pickett auf Equality Trust: https://tinyurl.com/bddnzt4y Bulletin The influence of economic policies on social environments and mental health der Weltgesundheitsorganisation WHO (Mai 2024), Autorengruppe: https://tinyurl.com/4hvsvbmm beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Kahlschlag im Autoland 22 Jul 2026

Die Disruption in der Autoindustrie ist gravierend und die Folgen für europäische Anbieter sind entsprechend hart. In Europas Antriebsstrang-Produktion sind bis zum Jahr 2040 rund 726.000 der aktuell 1,6 Millionen Arbeitsplätze bedroht – ein Minus von 45 Prozent. Zu diesem dramatischen Ergebnis kommt die am 16. Juli 2026 vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO veröffentlichte Studie „ELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie“. Diese Entwicklung darf allerdings nicht überraschen, denn sie ist seit Jahren absehbar gewesen. Und es ist nicht (allein) das Verbrenner-Aus, das die Industrie erschlägt. Es ist die Frage, wo die neue Wertschöpfung entsteht – und ob Deutschland dabei überhaupt noch eine Rolle spielt. Bereits im März 2022 sprach Daniel Stelter in Folge 128 mit Henning Rennert, Partner bei strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, über den Strukturwandel in der deutschen Automobilindustrie. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie ELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO: https://tinyurl.com/3baw3rnc Beitrag IG Metall warnt vor Panikmache und nimmt Teile der Industrie in die Pflicht der IGM Bayern: https://tinyurl.com/e372m674 Presseinformation „Automobilstandort Deutschland immer stärker unter Druck“ (März 2026) der Unternehmensberatung EY: https://tinyurl.com/y9t8p5fv beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Europas Schwäche im Kampf um die Arktis 19 Jul 2026

Wiederholt hat der amerikanische Präsident die Übernahme Grönlands gefordert – so auch beim Nato-Gipfel im Juli 2026 in Ankara. „Das sollte von den Vereinigten Staaten kontrolliert werden, nicht von Dänemark“, sagte Donald Trump zum türkischen Präsidenten Erdoğan. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen wies die Forderung erneut zurück. Europa reagierte reflexartig, mit Empörung und dem üblichen Verweis auf die Souveränität Dänemarks. Die eigentliche Frage wird dabei aber übersehen: Ist Europa überhaupt in der Lage, die geostrategisch vielleicht wichtigste Region der 2030er Jahre zu sichern? Oder benennt Trump – undiplomatisch, aber analytisch treffend – nur das Vakuum, das China und Russland nur allzu gern füllen würden? Der Wettlauf um die Arktis könnte der bedeutendste geopolitische Umbruch unserer Zeit sein. Das Meereis schmilzt viermal schneller als das Eis auf dem Rest der Erde, neue Handelsrouten öffnen sich, riesige Vorkommen an Öl, Gas und Seltenen Erden werden zugänglich. Russland und China bauen ihre Präsenz systematisch aus. Und Europa steckt einmal mehr im „geopolitischen Schraubstock“, wie das FERI Cognitive Finance Institute in seiner Arktis-Analyse formuliert. Daniel Stelter spricht mit Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI in Bad Homburg, über den Klimawandel als geopolitischen Katalysator, über die mehr als 36 Millionen Tonnen Seltene Erden, die Grönland beherbergt, über die Nordostpassage, die die Handelsroute vom chinesischen Ningbo nach England um zwanzig Tage verkürzt und über die Frage, ob Europa die Tragweite dieser Umbrüche überhaupt begreift. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Cognitive Briefing Kampf um die Arktis — Globaler Wettlauf um Rohstoffe, Macht und strategische Dominanz (12-2025) des FERI Cognitive Finance Institute: https://tinyurl.com/2kuaws2w beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Strafzölle retten Volkswagen nicht 15 Jul 2026

Bekanntlich schläft die Konkurrenz nicht und Wettbewerb ist für die deutsche Wirtschaft eigentlich auch nichts Neues. In vielen Branchen ist der Wettbewerbsdruck aber inzwischen enorm. Besonders deutlich spürt das der Volkswagen-Konzern. Am 9. Juli 2026 hat der VW-Aufsichtsrat über das größte Sparprogramm der Firmengeschichte beraten. Bis zu 100.000 Stellen weltweit sollen wegfallen, vier deutsche Werke stehen vor der Schließung: Emden und Zwickau bis 2031, Hannover 2032, das Audi-Werk Neckarsulm 2034. Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), prognostiziert: „VW wird wahrscheinlich von einem chinesischen Autohersteller aufgekauft – etwa von BYD.“ Die Frage, die bleibt: Warum sollten sie das tun, und sich die Probleme einkaufen, wenn sie mit modernen Werken und Produkten den Markt aufrollen? Fast genau vor zwei Jahren, im Juni 2024, war Prof. Dr. Dirk Dohse vom IfW Kiel bei Daniel Stelter zu Gast. Anlass damals: Die EU-Kommission hatte gerade Ausgleichszölle auf chinesische Elektroautos beschlossen. Dohses Diagnose war klar – die Zölle sind nicht unbegründet, aber sie werden die hiesige Autoindustrie nicht retten. Wir müssten uns an die eigene Nase fassen. Mittlerweile ist die Prognose eingetreten. Die Chinesen sind trotzdem gekommen. Volkswagen schließt Werke. Und die deutsche Politik steht ohne Antwort da. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice bto-Episode #248 Keine Rettung (23. Juni 2024) mit Prof. Dr. Dirk Dohse vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel: https://tinyurl.com/3mub4bnj Beitrag Foulspiel? Zu Höhe und Umfang der Industriesubventionen in China (2024) im Policy Brief des IfW: https://tinyurl.com/3hvjm66w Analyse Ain’t No Duty High Enough — EU-Zölle auf chinesische E-Autos (2024) des Forschungsunternehmens Rhodium Group: https://tinyurl.com/5a7ppe4k Beitrag How did China come to dominate electric cars? (Februar 2023) in MIT Technology Review: https://tinyurl.com/2k7hk3sz beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Investitionsstreik in Deutschland 12 Jul 2026

Deutschland investiert immer weniger. Die produktiven Netto-Investitionen liegen bei 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – vor der Finanzkrise waren es zwei Prozent. China erreicht 23 Prozent, Indien 14, die USA vier, die EU im Schnitt zwei. Unser Land ist offenbar nicht mehr der Ort, an dem Wohlstand entsteht. Diese Fakten dokumentiert die McKinsey-Standortstudie „Catalyzing Competitiveness: Where Investment Happens and Why“. In allen untersuchten Industrien ist Deutschland der teuerste oder fast der teuerste Standort der Welt. Der Kostennachteil zum jeweils besten Standort liegt je nach Branche bei 40 bis 250 Prozent. Das ist kein gutes Umfeld für Investitionen. Deutschland befindet sich in einer Abwärtsspirale. Wie kann diese Entwicklung durchbrochen werden? Daniel Stelter spricht mit Jan Mischke, Partner am McKinsey Global Institute in Zürich und Mitautor dieser Studie. Themen des Expertengesprächs sind die zentrale Diagnose und die sechs Hebel, mit denen 30 bis 80 Prozent der Kostenlücke des Standorts Deutschland gegenüber den Besten geschlossen werden könnten. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie Catalyzing Competitiveness – Where Investment Happens and Why (Juni 2026) von McKinsey Global Institute, Zürich: https://tinyurl.com/wx7ckjp6 Analyse Nuclear Energy Outlook: Global Installed Capacity to 2050 and Beyond der Nuclear Energy Agency, Paris: https://tinyurl.com/3bpz4cta Analyse Bundesregierung verschiebt Investitionen zwischen Schuldentöpfen des ifo Instituts, München (8. Juli 2026): https://tinyurl.com/mujpp4c8 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Strom ist (und bleibt) zu teuer 08 Jul 2026

Anfang Juli 2026 hat der Koalitionsausschuss der schwarz-roten Bundesregierung nach zehn Stunden Verhandlung 34 Maßnahmen beschlossen, um Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau, Steuerentlastungen und Reformen bei Rente und Arbeitsmarkt voranzubringen. Zum Kernproblem der deutschen Industrie – den Strompreisen – findet sich kein Wort. Die Situation ist nicht neu. Dafür nimmt die Dringlichkeit zu. Die hohen Strompreise in Deutschland haben sich als essenzieller Standortnachteil entpuppt und wirken negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Genau darüber hat Daniel Stelter im Oktober 2023 mit dem Energieökonomen Dr. Lion Hirth, Professor für Energiepolitik an der Hertie School in Berlin, gesprochen. Hirths Analyse in Folge #213 „Strom bleibt teuer“ war nüchtern und nachdrücklich: Der Markt zeigt uns keine schnelle Rückkehr zu den günstigen Preisen der 2010er-Jahre. Und die Politik verwechselt Symptombehandlung mit Lösung. Zweieinhalb Jahre später ist die Diagnose nicht nur bestätigt. Der Preis ist nicht nur nicht gesunken, er ist gestiegen. Eine aktuelle Einordnung verdeutlicht, warum das Gespräch heute sogar noch wichtiger ist als damals. Die zentralen Fragen: Wieso ist der Strom überhaupt so teuer geworden? Was macht die Merit Order mit dem Preis? Was sagt der Terminmarkt? Wie viele Backup-Kraftwerke brauchen wir wirklich – und wer bezahlt sie? Zeit für ein bto REFRESH! Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Analyse Catalyzing Competitiveness — Where Investment Happens and Why des McKinsey Global Institute (Juni 2026; Industriestrompreise S. 38, Exhibit 16; Stahlanalyse S. 87–91): https://tinyurl.com/wx7ckjp6 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

KI: Die Ungleichheitsmaschine 05 Jul 2026

Künstliche Intelligenz könnte zu mehr Ungleichheit führen. Das befürchtet jedenfalls MIT-Professor Daron Acemoğlu. Der Träger des 2024er Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften prognostiziert, dass ein immer größerer Teil der Wertschöpfung den Kapitalbesitzern zufallen würde, ein immer kleinerer Teil den Arbeitnehmern. Wenige Ökonomen haben diese These so weit gedacht wie Philip Trammell, Sozialwissenschaftler an der Stanford Universität, und der Informatiker Dwarkesh Patel, Host des Dwarkesh Podcast und eine der prominentesten Stimmen der KI-Medien-Welt. In ihrem Ende Dezember 2025 erschienenen Aufsatz „Capital in the 22nd Century“ formulieren sie einen Satz, der die Verteilungsdebatte der nächsten Jahrzehnte prägen könnte: „Piketty was wrong about the past. He’s probably right about the future.“ Thomas Piketty ist ein französischer Ökonom und Autor des viel diskutierten Buchs Das Kapital im 21. Jahrhundert. Mit Künstlicher Intelligenz und Robotik kippt das Komplementaritätsverhältnis. Wenn Maschinen die Arbeit ersetzen, werden Kapital und Arbeit zu Substituten. Die Kapitalquote steigt nachhaltig. Die Lohnquote fällt. Die beiden Forscher schließen nicht aus, dass der Gini-Koeffizient (0 = jeder hat das gleiche, 1 = einer hat alles) der US-Einkommensverteilung von heute 0,42 auf 0,95 steigt. Eine Größenordnung, die wir nirgendwo auf der Welt jemals gemessen haben. Daniel Stelter im Gespräch mit Philip Trammell über die drei Mechanismen der Ungleichheitsspirale: die Privatisierung der Renditen, das Ende des internationalen Aufholens und das Ende des Generationenausgleichs. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Aufsatz Capital in the 22nd Century (29.12.2025) von Philip Trammell und Dwarkesh Patel: https://tinyurl.com/mr55t464 Interview An AI Job Apocalypse? (25.06.2026) in Top of Mind von Goldman Sachs Global Investment Research, Daron Acemoğlu im Gespräch mit Allison Nathan: https://tinyurl.com/yjwa47vy beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Hat die EZB ihre Lektion gelernt? 01 Jul 2026

Am 11. Juni 2026 hat die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen erhöht – auf 2,25 Prozent und damit um 25 Basispunkte. Die Gründe für diese Erhöhung waren der Iran-Krieg und der dadurch ausgelöste Energiepreis-Schock. Die EZB betonte, aus dem Fehler der Vergangenheit gelernt zu haben. Vier Jahre ist es jetzt her, dass Russlands Überfall auf die Ukraine einen ähnlichen Energiepreis-Schock auslöste – und die EZB damals viel zu spät reagierte. Die Folge: eine Inflation bis zu 10,6 Prozent. Daniel Stelter sprach im Mai 2022 mit Otmar Issing, dem ehemaligen Chefökonomen von Bundesbank und EZB. Er gilt als Architekt der Zwei-Säulen-Strategie. Issing warnte damals: Die EZB ist zu zögerlich! Ende Juni, Anfang Juli 2026 tagt das ECB Forum on Central Banking im portugiesischen Sintra. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, wird die Sitzung eröffnen. Es ist der perfekte Moment, um Otmar Issings Diagnose von 2022 noch einmal zu hören und zu fragen: Hat die EZB gelernt? Oder wiederholt sich das Muster? Es ist Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice ECB Research Bulletin Monetary policy under multiple financing constraints (23.06.2026): https://tinyurl.com/5n7nz9cr Beitrag Ein kritisches Wort vom Mister Euro in der Frankfurter Allgemeine (12.09.2024, Bezahlschranke) zur Vorstellung von Otmar Issings Buch Von der D-Mark zum Euro: Erinnerungen des Chefökonomen: https://tinyurl.com/nhbkbvfj bto #136 Die Geisterfahrt der EZB, Originalfolge vom 22. Mai 2022 mit Otmar Issing: https://tinyurl.com/2p9v9m6m beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Digitale Kolonie Europa 28 Jun 2026

Am 1. April 2026 sendete die ARD im Vorabendprogramm „Wissen vor Acht – Erde” einen Beitrag über KI und Klima. Tenor: Künstliche Intelligenz sei klimaschädlich, statt KI solle man lieber das eigene Gehirn benutzen. Es war kein Aprilscherz. Es wirkte aber wie einer. Der Beitrag wurde wiederholt und steht noch immer in der Mediathek. Während in Deutschland zur Hauptsendezeit die Klimabilanz von ChatGPT-Prompts debattiert wird, beziffert die St. Louis Fed den KI-Anteil am US-BIP-Wachstum 2025 auf 42 Prozent. Goldman Sachs prognostiziert Hyperscaler-Investitionen von 533 Milliarden Dollar für 2026. Die Internationale Energieagentur erwartet bis 2030 einen Stromverbrauchszuwachs in Rechenzentren von 250 Terawattstunden in den USA – und nur 45 Terawattstunden in der EU. Das Verhältnis: eins zu fünf. Der Internationale Währungsfonds rechnet vor, dass die Produktivitätsgewinne aus KI in Europa um mehr als 30 Prozent niedriger ausfallen werden – wegen Regulierung. Europa im Schneckentempo, mit roter Laterne und erhobenem Zeigefinger. Daniel Stelter spricht in dieser Folge mit Johannes Reck, Mitgründer und CEO von GetYourGuide. Reck war Mitglied der von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche eingesetzten KI-Kommission. Seine Diagnose: „Wir sind ein Stück weit digitale Kolonie.” Sein Plan: weniger Regulierung für Aufsteiger, härtere Durchsetzung des Digital Markets Act gegen die Marktbeherrscher, Mobilisierung von Kapital und natürlich niedrigere Energiekosten. Findet Deutschland den KI-Anschluss noch? Und was lehrt die Dampfmaschinen-Geschichte des 19. Jahrhunderts darüber, was passiert, wenn ein Land eine Schlüsseltechnologie verschläft? Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Abschlussbericht Wettbewerb und KI der KI-Kommission eingesetzt vom Bundesministerium für Wirtschaft (April 2026): https://tinyurl.com/28sbnubs Papier Tracking the AI Contribution to GDP Growth der St. Louis Fed (Januar 2026): https://tinyurl.com/muwhys44 Papier Energy demand from AI der Internationalen Energie Agentur (IEA): https://tinyurl.com/ye2audct Ausblick How Will AI Affect the US Labor Market? von Goldman Sachs Global Investment Research: https://tinyurl.com/4apv3u5s Papier AI and Productivity in Europe des Internationalen Währungsfonds (April 2025): https://tinyurl.com/3s5at54s Papier From Steam Power to Artificial Intelligence der Rockwool Foundation Berlin: https://tinyurl.com/mrs4ybhb Beitrag Wie klimaschädlich ist Künstliche Intelligenz? in der ARD-Sendung „Wissen vor Acht — Erde”: https://tinyurl.com/yn2a5jed beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Europa klar im Vorteil 24 Jun 2026

Johannes Reck gründete 2009 während seines Studiums an der ETH Zürich eines der heute erfolgreichsten europäischen Tech-Unternehmen: GetYourGuide, die führende globale Plattform für gebuchte Reise-Erlebnisse. Längst hat GetYourGuide den Hauptsitz nach Berlin verlegt und inzwischen ist daraus ein Konzern mit über zwei Milliarden Dollar Bewertung geworden – 50.000 Partner, 200.000 bestellbare Erlebnisse, 33 Millionen Buchungen pro Jahr, über 1.400 Mitarbeiter in mehr als 170 Ländern. Im Juni 2026 wurde GetYourGuide offizieller Partner der Sagrada Família in Barcelona – Papst Leo XIV. segnete die Vollendung des Jesus-Christus-Turms im Beisein der beiden Gründer Johannes Reck und Tao Tao. Reck hat in den vergangenen Jahren mehrfach Angebote abgelehnt, den Unternehmenssitz nach Silicon Valley zu verlegen. Im Fortune-Interview vom 28. Mai 2026 hat er erklärt, warum er bewusst auf Europa setzt – starkes Einwanderungssystem, großer Pool an mehrsprachigen Fachkräften, deutlich höhere Mitarbeiterbindung, viel niedrigere Fluktuationskosten – und warum europäische Gründer den Mut zur eigenen Plattform haben sollten. Im Juli 2023 war Johannes Reck zu Gast bei bto #200. Das damalige Originalgespräch im bto REFRESH diesmal zur Einstimmung auf die kommende Episode, denn in Folge 401 ist Reck erneut zu Gast. Diesmal sprechen wir über das, was seine Branche und die Welt insgesamt gerade umkrempelt: Künstliche Intelligenz. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag Why some CEOs still choose Europe over the U.S. im Fortune Magazine (Mai 2026): https://tinyurl.com/4dh595cm Presseinformation GetYourGuide & Sagrada Família — Blessing of the Tower of Jesus Christ (Juni 2026): https://tinyurl.com/yjf8d2x5 bto #200 Deutschlands Chancen (2023) Daniel Stelter im Gespräch mit Johannes Reck, Gründer von GetYourGuide: https://tinyurl.com/4cmfkvkh beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Arme reicher machen statt Reiche ärmer 21 Jun 2026

Sollte man Milliardäre stärker besteuern? Oder sollte man sie am besten gleich abschaffen? In Deutschland fordert die Partei Die Linke seit Februar 2025 die Halbierung der Milliardärsvermögen binnen zehn Jahren. Hinter all diesen Vorschlägen steht der französische Ökonom Thomas Piketty. Mit seiner Formel „r (die Rendite auf dem Kapital) ist größer als g (das Wachstum der Wirtschaft)" lieferte er 2014 die theoretische Grundlage. Sein Schüler Gabriel Zucman, derzeit prominentester Steuerökonom der Welt, hat daraus den G20-Vorschlag einer globalen Mindeststeuer von zwei Prozent destilliert. Und vor zwei Wochen hat das von Piketty als Co-Direktor mitgeleitete World Inequality Lab in Paris den Global Justice Report 2026 vorgestellt, in dem es eine globale Vermögenssteuer von bis zu 20 Prozent/Jahr, eine Spitzeneinkommensteuer von 90 Prozent und einen Welt-Justice-Fonds in Höhe von 10,3 Prozent des globalen BIP vorschlägt. Was davon zu halten ist bespricht Daniel Stelter mit einem Mann, der jahrelang an Pikettys Seite forschte und dennoch zum gegenteiligen Befund gelangte: Daniel Waldenström, Professor am Institut für Industrieökonomie Stockholm und ein weltweit führender Empiriker zur historischen Vermögensverteilung. Sein Befund: Die Vermögensangleichung des 20. Jahrhunderts kam nicht durch Kriege oder Steuern, sondern durch den Aufstieg der Mittelschicht. „Lifting the bottom" statt „taking down the rich". Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Buch Richer and More Equal: A New History of Wealth in the West von Daniel Waldenström: https://tinyurl.com/3p5e3aj4 Positionspapier Wealth Inequality and Inheritance Taxation (11.5.2025) (Downloadlink!): https://tinyurl.com/yv9hfu4m Paper Long-Term Trends in the Distribution of Wealth and Inheritance von James B. Davies, Rodrigo Lluberas und Daniel Waldenström für CESifo/ifo Institut (2024): https://tinyurl.com/bdfn3tvn Global Justice Report 2026 des World Inequality Lab (4.6.2026): https://tinyurl.com/bn22tvmd Beitrag Ein Verarmungsprogramm für Milliarden von Menschen von Daniel Stelter in DIE WeLT (Juni 2026) zur Veröffentlichung des Global Justice Report 2026: https://tinyurl.com/3vra778h beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg super einfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Offene Schranken statt Gegen-Zölle 17 Jun 2026

Am 27. März 2026 hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Freihandelsbefürworter und Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), Gabriel Felbermayr, in den Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen. Felbermayr ist damit einer der fünf „Wirtschaftsweisen” und folgt auf die Finanzmarktökonomin Ulrike Malmendier. In seinem Buch „Der Freihandel hat fertig – wie die neue Welt(un)ordnung unseren Wohlstand gefährdet“ hat Felbermayr gemeinsam mit Martin Braml ausgearbeitet, wofür er steht: nicht für Vergeltungszölle, sondern für eine eigenständige europäische Freihandels-Agenda. Dafür stehen die Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten, Indien und Indonesien. Diese bereits abgeschlossenen oder vorbereiteten Abkommen sollen Schranken öffnen statt politische Gegen-Zölle zu verhängen. Diese Position vertrat er auch schon im Expertengespräch mit Daniel Stelter in Episode #289 vom März 2025. Zeit für ein bto REFRESH! Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Buch Der Freihandel hat fertig – Wie die neue Welt(un)ordnung unseren Wohlstand gefährdet von Prof. Gabriel Felbermayr und Martin Braml: https://tinyurl.com/ky8ftn94 Frühjahrsgutachten 2026 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: https://tinyurl.com/mumdz7jj bto-Episode #289 Schranken öffnen statt Gegenzölle vom März 2025: https://tinyurl.com/33n58ey6 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Heuschrecken als Aufbauhelfer 14 Jun 2026

Im April 2005 nannte der damalige SPD-Chef Franz Müntefering Finanzinvestoren „Heuschrecken" – auf der internen SPD-Liste standen elf Namen: KKR, Apax, Goldman Sachs, BC Partners, Carlyle, Permira, Blackstone, CVC, Advent, Saban und WCM. Münteferings Lehrstück war die Grohe AG. Einundzwanzig Jahre später ist Grohe globaler Marktführer im Sanitärbereich, Hauptsitz Düsseldorf, mehrere tausend Beschäftigte. Bei Grohe ist die Heuschrecke zu einem Aufbauhelfer geworden. Im Juni 2026 fand in Berlin die SuperReturn International statt – das weltgrößte Branchentreffen mit über 6.000 Investoren aus 80 Ländern und rund 50 Billionen Dollar Anlagevermögen. Die deutsche Realität dazu: Jedes vierte Startup erwägt laut Digitalwirtschaftsverband Bitkom, das Land zu verlassen, weil es hier keine Wachstumsfinanzierung findet. Über 75 Prozent des Wagniskapitals im ersten Quartal 2026 kamen aus dem Ausland. 2,8 Billionen Euro Anlagekapital liegen in deutschen Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen. 14 Milliarden Euro davon könnten jährlich in deutsche Wachstumsunternehmen fließen – wenn die Regeln passen würden. Die deutsche Wachstumsfrage ist eine deutsche Kapitalfrage. Daniel Stelter spricht darüber mit Ulrike Hinrichs, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Beteiligungskapital (BVK), der sich selbst als Stimme der Venture-Capital- und Private-Equity-Branche in Deutschland bezeichnet. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Bitkom Startup-Report 2025: https://tinyurl.com/bddhdt3j Bitkom-Befragung 2026 Kapitalmangel treibt Startups ins Ausland: https://tinyurl.com/2s4c84ta KfW Venture-Capital-Dashboard KfW-Report: 1,7 Miliarden Euro VC-Kapital in Q1/26: https://tinyurl.com/yntpnk6n beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Das Angebot von Allianz Trade finden Sie unter: allianz-trade.de/bto. Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Politik ohne Kompetenz 10 Jun 2026

Thomas Sattelberger, ein ehemaliger deutscher Spitzenmanager bei verschiedenen Großunternehmen, sagte einmal in einem Interview: „China hat eine Vision. Wir hingegen warten auf die Not oder den Gegner.” Der Ökonom Dr. Jochen Andritzky, früherer Generalsekretär des Sachverständigenrates für die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Fünf Wirtschaftsweise) und Mitgründer der Zukunft-Fabrik.2050 zitierte diese Aussage Sattelbergers in der vorangegangenen bto-Episode #395 und in seinem neuen Buch. Doch das ist viel mehr als nur ein griffiger Satz. Es ist der Kern eines Befundes, den Sattelberger seit Jahren wiederholt – und den er im Sommer 2024 in einem ausführlichen Expertengespräch mit Daniel Stelter bei bto begründet hat. Auf die Frage, warum so wenige Wirtschaftsvertreter in die Politik gehen, warum Parteien Quereinsteiger fürchten und welche Konsequenzen die politische Verschlossenheit für unsere wirtschaftspolitischen Entscheidungen hat, konstatierte Sattelberger: Unser politisches System rekrutiert seine Spitzenkräfte aus dem eigenen Apparat. Wirtschaftserfahrung, technische Expertise, internationale Praxis – alles, was außerhalb der Parteihierarchien liegt, hat im Bundestag und in den Ministerien kaum eine Chance. Im Kontext zu Andritzkys Analyse ist es Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Originalfolge bto #246 Von Wirtschaft kaum Ahnung mit Thomas Sattelberger (Juni 2024): https://tinyurl.com/nhx7axyn Originalfolge bto #395 Visionen braucht das Land mit Dr. Jochen Andritzky (Juni 2026): https://tinyurl.com/bdejf4wb Buch Radikal neu — Gegen Mittelmaß und Abstieg in Politik und Wirtschaft von Thomas Sattelberger (2023): https://tinyurl.com/5n8uu5vr ZF2050-Analyse Sind Bundestagsausschüsse fachlich gut besetzt? (2025) von Jochen Andritzky und Steffen Issleib: https://tinyurl.com/4ss22hbn ZF2050-Kandidatenanalyse zur Bundestagswahl Die Kandidaten zur Bundestagswahl — Politikprofis und Beamte? (2025) von Jochen Andritzky und Steffen Issleib: https://tinyurl.com/bdzymeja Buch Visionen braucht das Land — Für eine langfristige Politik mit Mut zur Zukunft von Jochen Andritzky: https://tinyurl.com/2kz36fra Studie From the Pledge to Poll — Investigating the Impact of Campaign Promises on Party Alignment (2025) von Prof. Dr. Michael Ganslmeier: https://tinyurl.com/526az4nn beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Das Angebot von Allianz Trade finden Sie unter: allianz-trade.de/bto. Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Ohne Ziel ist alles Wurscht 07 Jun 2026

Ende Mai 2026 hat der Sachverständigenrat für die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – Fünf Wirtschaftsweise – sein Frühjahrsgutachten vorgelegt. Mit einer harten Diagnose: Die deutsche Wirtschaft befindet sich im siebten Jahr einer anhaltenden Schwäche, die Ursachen sind strukturell, der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz steigt unter geltendem Recht bis zum Jahr 2040 auf 49,7 Prozent. Die Empfehlungen des Rates sind technisch sauber – und bleiben doch im Klein-Klein der Maßnahmen. Daniel Stelter spricht in dieser Folge mit dem Ökonomen Dr. Jochen Andritzky. Der Mitgründer der Zukunft-Fabrik.2050 war von 2015 bis 2019 Generalsekretär des Sachverständigenrates und damit Chef genau jenes wissenschaftlichen Stabes, der die Gutachten erarbeitet. Heute, sechs Jahre nach seinem Ausscheiden, legt er ein Buch vor, das die institutionelle Logik seiner früheren Wirkungsstätte offen herausfordert: „Visionen braucht das Land”. Sein Befund: Eine Politik, die nur Symptome adressiert und keine Vision formuliert, überfordert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Frühjahrsgutachten 2026: Konjunktur mit mäßigem Schwung – Sozialversicherungen unter Reformdruck des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: https://tinyurl.com/57er9nvc Buch Visionen braucht das Land — Für eine langfristige Politik mit Mut zur Zukunft von Jochen Andritzky https://tinyurl.com/2kz36fra beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Das Angebot von Allianz Trade finden Sie unter: allianz-trade.de/bto. Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Vom radikalen Neustart zur Ernüchterung 03 Jun 2026

Kurz vor der Bundestagswahl, im Februar 2025, hat Prof. Hans-Werner Sinn bei bto in Episode #277 die Wahlprogramme der Parteien analysiert. Sein Befund: Deutschland brauche einen radikalen Neustart, der weit über die Agenda 2010 hinausgeht. Doch keine der antretenden Parteien – weder Union, SPD, Grüne, FDP, BSW noch AfD – habe die nötigen wirtschaftspolitischen Antworten geliefert, um den Niedergang aufzuhalten. 14 Monate später passt die Bilanz der Koalition aus Union und SPD unter Friedrich Merz in das Bild, das Sinn gezeichnet hat: Verteidigungsausgaben steigen kreditfinanziert, die Schuldenbremse wurde über Sondervermögen ausgehöhlt, statt Reform baut das Rentenpaket mit Mütterrente III und Aktivrente den Sozialstaat weiter aus und der IMF Fiscal Monitor (04/2026) weist Deutschland als das Industrieland mit der größten fiskalischen Verschlechterung aus. Seit der Folge „Wahl ohne Wahl?” hat Sinn nachgelegt: Sein neues Buch „Trump, Putin und die Vereinigten Staaten von Europa" (Dezember 2025) plädiert für eine politische Union mit eigener Armee. Die Wirtschaftspolitik der Koalition hat er wiederholt scharf kritisiert. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Originalfolge bto #277 Wahl ohne Wahl? (Februar 2025) mit Prof. Hans-Werner Sinn: https://tinyurl.com/mrxf2a5z Buch Trump, Putin und die Vereinigten Staaten von Europa von Hans-Werner Sinn: https://tinyurl.com/2wwb2f5d €uro-Interview Was lehrt die Geschichte für unsere Lage, Herr Prof. Sinn? (13. Dezember 2025): https://tinyurl.com/yeyf6a7x SWR1-Interview So steht es um die deutsche Wirtschaft mit Prof. Hans-Werner Sinn (13. Januar 2026): https://tinyurl.com/yc2x85nu Vortrag Der europäische Verteidigungsbund von Prof. Hans-Werner Sinn am IWP Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik der Universität Luzern, 24. April 2026: https://tinyurl.com/35fehvk6 IWF Fiscal Monitor April 2026: https://tinyurl.com/h8rsx7s7 Studie Kurz- und langfristige Kosten des Sozialstaates: Der Sozialabgabengedenktag 2026 der Stiftung Marktwirtschaft: https://tinyurl.com/2ref2c2b Frühjahrsgutachten 2026 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: https://tinyurl.com/57er9nvc beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt wird 80 – und Sie sind eingeladen mitzufeiern! Wir schenken Ihnen vier Wochen lang kostenlosen Zugriff auf alle H+ Inhalte. Seit 80 Jahren steht das Handelsblatt für unabhängigen Wirtschaftsjournalismus – ordnet Entwicklungen ein, begleitet Umbrüche, macht Fortschritt sichtbar und liefert neue Perspektiven. Sichern Sie sich unser Aktionsangebot und damit Ihren Wissensvorsprung unter handelsblatt.com/80. Werbepartner – Das Angebot von Allianz Trade finden Sie unter: allianz-trade.de/bto. Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Reformtherapie statt Geldinfusionen 31 May 2026

Die EU steht nicht gut da. Der Draghi-Report warnt. Der Letta-Report kritisiert. Die Deindustrialisierung schreitet voran. Die Wachstumslücke zu den USA wächst und der Binnenmarkt hat Handelshürden von 45 Prozent auf Waren und 110 Prozent auf Dienstleistungen – ein Vielfaches der Trump-Zölle – nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Antwort auf die Probleme? Wie immer: Geld. Nach Vorstellung der EU-Kommission soll das Budget im Zeitraum von 2028 bis 2034 erstaunliche 1,763 Billionen Euro betragen. Das ist ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem laufenden Rahmen. Das EU-Parlament geht noch weiter und fordert gar 2,2 Billionen Euro. Während Deutschland, Schweden und andere als „frugal“ eingeordnete Staaten diese Forderungen für überzogen halten, finden 16 Staaten Süd- und Osteuropas, es müsse eigentlich noch mehr sein. Dabei dürfte es nicht am Geld liegen, dass die EU immer weiter zurückfällt, sondern an fehlenden Reformen, die weitaus mehr bewirken würden. Wie könnten derartige Reformen aussehen? Diese Frage diskutiert Daniel Stelter mit Dr. Daniel Gros, Direktor des Instituts für Europäische Politik an der Universität Bocconi. Gros, ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und früherer Leiter der Denkfabrik Centre for European Policy Studies in Brüssel, legt seinen Forschungsschwerpunkt auf die EU-Wirtschaftspolitik und gilt als einer der renommiertesten EU-Ökonomen. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice IEP@BU Policy Brief Nr. 41 INCREASING EUROPEAN PRODUCTIVITY, RESILIENCY AND DEFENCE PRODUCTION (AND HOW TO PAY FOR IT) von Daniel Gros und Jacob Funk Kirkegaard (Mai 2025): https://tinyurl.com/3xkcpj32 EPICENTER-Studie An Alternative EU Budget (Mai 2026): https://tinyurl.com/mrrfr7bs Draghi-Report-Followup Need for speed - the Draghi report one year on von Marion Mühlberger und Ursula Walther (Deutsche Bank Research, 10.9.2025): https://tinyurl.com/3pxxsr3p beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt wird 80 – und Sie sind eingeladen mitzufeiern! Wir schenken Ihnen vier Wochen lang kostenlosen Zugriff auf alle H+ Inhalte. Seit 80 Jahren steht das Handelsblatt für unabhängigen Wirtschaftsjournalismus – ordnet Entwicklungen ein, begleitet Umbrüche, macht Fortschritt sichtbar und liefert neue Perspektiven. Sichern Sie sich unser Aktionsangebot und damit Ihren Wissensvorsprung unter handelsblatt.com/80. Werbepartner – Das Angebot von Allianz Trade finden Sie unter: allianz-trade.de/bto. Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wenig Bildung, ergo wenig Wohlstand 27 May 2026

In der vorangegangenen Episode #391 hat Jonas Schreiber, ein Realschullehrer aus Bayern, über die Realität in den Klassenzimmern berichtet. In dieser Folge reichen wir nun die wissenschaftliche Untermauerung nach. Dr. Ludger Wößmann, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und als Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik einer der einflussreichsten Bildungsökonomen Europas, war im September 2023 bereits als Experte bei bto zu Gast. Sein damaliger Befund lautete: Bildung erklärt drei Viertel des langfristigen Wohlstands eines Landes. Und Deutschland verspielt seine Substanz schneller, als die Politik bereit ist, dies anzuerkennen. Drei Jahre später fällt die Diagnose nicht besser aus. Die Mitte Mai 2026 veröffentlichte UNICEF-Studie zum Wohlbefinden von Kindern in EU und OECD zeigt Deutschland auf unterdurchschnittlichem Niveau – im Bildungsbereich nur auf Platz 34 von 41 wohlhabenden Ländern. PISA 2022, IGLU 2023, IQB 2024 – sämtliche dieser Untersuchungen bestätigen, was Prof. Wößmann schon lange konstatiert hat. All das zeigt, wie dringend wir eine andere Bildungspolitik brauchen. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Vollständiger UNICEF-Bericht Report Card 20: Unequal Chances – Children and economic inequality finden Sie hier. (Englisch). Deutsche Zusammenfassung der Report Card 20 finden Sie hier. Weiterführende Informationen im UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland (2025) hier. beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt wird 80 – und Sie sind eingeladen mitzufeiern! Wir schenken Ihnen vier Wochen lang kostenlosen Zugriff auf alle H+ Inhalte. Seit 80 Jahren steht das Handelsblatt für unabhängigen Wirtschaftsjournalismus – ordnet Entwicklungen ein, begleitet Umbrüche, macht Fortschritt sichtbar und liefert neue Perspektiven. Sichern Sie sich unser Aktionsangebot und damit Ihren Wissensvorsprung unter handelsblatt.com/80. Werbepartner – Das Angebot von Allianz Trade finden Sie unter: allianz-trade.de/bto. Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Krise des Bildungswesens 24 May 2026

Die Technische Universität Berlin musste eilig ihr Hauptgebäude räumen – die Bausubstanz ist nicht mehr sicher. Eine Studie des UNICEF-Forschungsinstituts Innocenti stuft Deutschland beim Kindeswohl auf Platz 25 von 37 wohlhabenden Ländern ein. Im Bildungsbereich wird sogar nur Platz 34 erreicht. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen schaffen die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Stammen sie aus benachteiligten Familien, sind es nur 46 Prozent. Die Stadt München hat angekündigt, den kostenlosen Kindergarten für alle abzuschaffen. Die Bertelsmann Stiftung hat in einer Untersuchung im Januar 2026 gezeigt, dass nur jede siebte deutsche Kita die wissenschaftlich empfohlene Personalbesetzung hat. Es steht schlecht um den Bildungsstandort Deutschland. Das Land, das über keine nennenswerte Menge natürlicher Rohstoffe verfügt und einst eine bewunderte Bildungsnation war, lässt seine wichtigste Ressource verkommen. Wie es in den Schulen zugeht, berichtet der Realschullehrer Jonas Schreiber im Gespräch mit Daniel Stelter. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Buch Realtalk: Lehreralltag: Ein Blick hinter die Schulkulisse von Jonas Schreiber: https://jonas-schreiber.com/ beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt wird 80 – und Sie sind eingeladen mitzufeiern! Wir schenken Ihnen vier Wochen lang kostenlosen Zugriff auf alle H+ Inhalte. Seit 80 Jahren steht das Handelsblatt für unabhängigen Wirtschaftsjournalismus – ordnet Entwicklungen ein, begleitet Umbrüche, macht Fortschritt sichtbar und liefert neue Perspektiven. Sichern Sie sich unser Aktionsangebot und damit Ihren Wissensvorsprung unter handelsblatt.com/80. r Werbepartner – Das Angebot von Allianz Trade finden Sie unter: allianz-trade.de/bto. Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Chinas Aufstieg – Amerikas Niedergang 20 May 2026

Der US-Präsident reiste in einer Position der Schwäche nach China und seine Gastgeber gaben ihm durchaus zu verstehen, dass sie sich in einer vorteilhafteren Stellung sehen. Große Durchbrüche waren von dieser Visite demzufolge nicht zu erwarten und traten auch nicht ein. All das passt in die Situation einer sich verschiebenden Weltordnung, bei der zu hoffen bleibt, dass der Übergang nicht zu einem neuen großen Krieg führt. Wie stark die Rolle Chinas ist und wie schwach die der USA – unter anderem aufgrund wirtschafts- und finanzpolitischer Fehler – war Gegenstand mehrerer Folgen des bto-Podcasts. So auch in Episode #202 “Angriff auf den Dollar” vom August 2023. Trumps Besuch in Peking gibt dem Gespräch mit dem irischen Ökonomen und Podcaster Philip Pilkington den aktuellen Kontext. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt wird 80 – und Sie sind eingeladen, mitzufeiern! Wir schenken Ihnen vier Wochen lang kostenlosen Zugriff auf alle H+ Inhalte. Seit 80 Jahren steht das Handelsblatt für unabhängigen Wirtschaftsjournalismus – ordnet Entwicklungen ein, begleitet Umbrüche, macht Fortschritt sichtbar und liefert neue Perspektiven. Sichern Sie sich unser Aktionsangebot und damit Ihren Wissensvorsprung unter handelsblatt.com/80. Werbepartner – Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Fatale Kombination: Verschuldung und Inflation 17 May 2026

Angesichts der immer weiter steigenden Verschuldung ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Notenbank der “Fiskalischen Dominanz” beugen muss. Mit diesem Begriff bezeichnen Ökonomen den Zustand, in dem die Sicherung der Zahlungsfähigkeit des Staates vor der Inflationsbekämpfung steht. Doch nicht nur die fiskalische Dominanz gefährdet die Unabhängigkeit der Notenbank, sondern auch die “Finanzielle Dominanz”. Davon spricht man, wenn das Finanzsystem dereguliert und fragil wird und die Notenbank die Zinsen nicht mehr erhöhen kann, ohne eine Krise auszulösen. Hinzu kommt, dass auch ein hoch verschuldeter Nicht-Finanzsektor die Wirksamkeit der Geldpolitik einschränken kann, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Veröffentlichung des renommierten National Bureau of Economic Research (NBER) in Cambridge/Massachusetts kommt zu dem Schluss, dass sich die Europäische Zentralbank faktisch von ihrem Zwei-Prozent-Ziel verabschieden muss. Mit Daniel Stelter dazu im Expertengespräch: der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Guillaume Plantin, Professor für Economics und Fakultätsdekan an der französischen Universität Sciences Po. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Rede The quiet erosion of central bank independence von EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel: https://is.gd/OEqQhg Studie Indebted Supply and Monetary Policy: A Theory of Financial Dominance des National Bureau of Economic Research (NBER) zur Financial Dominance: https://is.gd/s8mfH7 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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